Alle Wege führen nach Rom?

Sie kennen bestimmt auch eine Vielzahl von gemeinnützigen Organisationen, welche sich ausschließlich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einsetzen. Immer häufiger stellt sich jedoch die Frage, ob diese positiven Begrifflichkeiten in der Tat auch immer gut gemeint sind? Wie so oft, sollte man deshalb ganz genau hinterfragen, was denn konkret damit gemeint ist. Wir wollen uns ansehen, wer denn von den vorgeschlagenen Maßnahmen auf dem Weg zu dieser Nachhaltigkeit profitiert? Dabei dürfen wir auch nicht vergessen, dass die gemeinnützigen Organisationen stark vernetzt sind. Nicht nur in den vergangenen Jahrzehnten hat man teilweise sehr mächtige Netzwerke etabliert. Die Verstrickungen in Richtung der Medienlandschaft haben wir an dieser Stelle ja schon öfter gemeinsam unter die Lupe genommen. Erwähnenswert sind natürlich auch die mittlerweile kaum mehr zu durchschauenden Konzernstrukturen. Heute unternehmen wir eine gemeinsame Reise zurück in das Jahr 1968 und wollen uns mit einem weiteren elitären Club von sogenannten Experten beschäftigen.

Wieder einmal versuchen die Journalisten der Mainstream-Medien, uns einen Zusammenschluss von „Experten“ verschiedenster Disziplinen zu verkaufen, welche sich in Form einer „gemeinnützigen“ Organisation für eine „nachhaltige“ Zukunft der Menschheit einsetzt. Das klingt doch wirklich sehr positiv: Experten, unterschiedliche Disziplinen, gemeinnützig und nachhaltige Zukunft. Die Ergebnisse einer derartigen Organisation müssen ja einfach hervorragende und weltbewegende Konzepte hervorbringen. Aber werfen wir zuerst einmal einen Blick hinter die Kulissen dieser „elitären“ Gruppierung.

Die Zukunftsfragen der Menschheit?

Im Jahre 1968 wurde der „Club of Rome“ gegründet. Die Idee dazu stammt von einem Industriellen aus Italien. Genauer gesagt war es Herr Aurelio Peccei, einem damaligen Mitglied der Geschäftsführung von Konzernen wie Fiat und Olivetti. Achtung: Ja, wenn Ihnen jetzt spontan das Stichwort „Bilderberg“ einfällt, dann haben Sie natürlich recht. Selbstverständlich nahm Herr Peccei auch an Bilderberg-Konferenzen teil. Gemeinsam mit dem Schotten Alexander King gelang es also eine erste Konferenz zu den „Zukunftsfragen der Menschheit“ in Rom zu organisieren. Achja, Herr Alexander King war damals übrigens „zufällig“ der Direktor der Wissenschaft, Technologie und Erziehung bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris.

Der Erfolg dieser ersten Konferenz im Jahr 1968 war kaum vorhanden. Trotzdem trafen sich im Anschluss daran sechs Teilnehmer, um die Ideen weiter zu verfolgen. Man gab sich den Namen „Club of Rome“. An dieser Stelle sollten wir uns vielleicht noch ganz kurz zwei weitere Teilnehmer ansehen: Dabei handelte es sich um Hugo Thiemann und Max Kohnstamm. Am Rande sei bemerkt, dass Herr Hugo Thiemann ab 1974 der Generaldirektor für Forschung und Entwicklung der Nestec SA in Vevey war. Achtung: Dabei handelt es sich um eine Tochterfirma von Nestlé. Zu seinen damals entwickelten Initiativen gehörten die Trinkwasseraufbereitung und Abfüllung sowie neue Kaffeefertigprodukte, heute bekannt als „Nespresso“. Die Nachhaltigkeit beider „Produktlinien“ des Nestlé-Konzerns kann man aus heutiger Sicht wohl zumindest kontrovers diskutieren.

Von der Monarchie bis zur Europäischen Union

Herr Max Kohnstamm war hingegen ein Historiker und Diplomat aus den Niederlanden. Nach dem 2. Weltkrieg diente er der niederländischen Königin als Privatsekretär. Die erste Bilderberg-Konferenz im Mai 1954 erfolgte doch auf Einladung von Prinz Bernhard der Niederlande? Mehr noch: Sie wurde im Hotel de Bilderberg in Oosterbeek in den Niederlanden veranstaltet. Prinz Bernhard war der sogenannte „Prinzgemahl“ von Juliana von Oranien-Nassau. Königin Juliana war die Tochter der niederländischen Königin Wilhelmina. Herr Max Kohnstamm war der Privatsekretär von Königin Wilhemina. Handelt es sich hier also lediglich um einen weiteren Zufall?

Später war Herr Kohnstamm dann im niederländischen Außenministerium tätig. Dort war er vor allem mit der Verwaltung des Marshallplans befasst. Spätere Stationen seiner diplomatischen Laufbahn und sein Engagement für ein Vereinigtes Europa absolvierte er etwa als Sekretär der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und als Generalsekretär des Aktionskomitees für die Vereinigten Staaten von Europa. Ab dem Jahr 2004 (!) leitete er darüber hinaus auch die Datenschutzbehörde in den Niederlanden und war seit 2010 (!) sogar Vorsitzender der Datenschutzbeauftragten der EU-Mitgliedstaaten. Welche Kompetenzen bringt man im Alter von über 90 Jahren eigentlich noch mit, um sich ausgerechnet dem Thema „Datenschutz“ widmen zu können?

Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) wurde übrigens oft auch Montanunion genannt und war ein europäischer Wirtschaftsverband sowie ein Vorläufer der Europäischen Gemeinschaft (EG). Die EG war ein „Vorläufer“ der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Die EWG wiederum war ja bekanntlich die „Vorläufer-Organisation“ der heutigen Europäischen Union (EU). Zurück zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl: Diese Organisation gab allen Mitgliedstaaten damals den Zugang zu Kohle und Stahl, ohne dafür Zölle zahlen zu müssen. Auch diese Nachhaltigkeit kann man doch aus heutiger Sicht wohl zumindest kontrovers diskutieren – oder?

Schon wieder Bilderberger?

Aber auch ganz aktuell finden wir beispielsweise im Vorstand der nationalen Niederlassung in Österreich des „Club of Rome“ alte Bekannte. Ich möchte hier jedoch nur auf Herrn Dr. Hannes Swoboda und Herrn Dr. Rudolf Scholten hinweisen. Beide Herren sind/waren ja bekanntlich Politik-Darsteller der SPÖ. Bei Herrn Swoboda handelt es sich um einen österreichischen „Europapolitiker“. So war er Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) und sogar Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Herrn Dr. Rudolf Scholten haben wir hier ja bereits mehrfach behandelt. Wir kennen also bereits seine politische Tätigkeiten sowie seine berufliche Entwicklung als Generaldirektor der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB). Herr Dr. Rudolf Scholten gehört bekanntlich auch zum „inneren Kreis“ der Bilderberger-Gruppe. Er ist Mitglied im sogenannten Exekutivkomitee der Bilderberg-Konferenz.

Leicht kann man also erkennen, dass es sich lediglich um Verschwörungstheorien handeln kann, wenn man behauptet, dass der „Club of Rome“ zu einem „elitären“ Netzwerk namens „Round Table Group“ gehört, zu dem unter anderem die Trilaterale Kommission, die Bilderberger, das Council of Foreign Relations aber auch die UNO, die Rockefeller-Stiftung, die Bill & Melinda Gates Foundation oder die Open Society Foundations gehören – oder?

Überbevölkerung und Ressourcenmangel?

Nun haben wir uns also einen ersten und in der Tat sehr oberflächlichen Eindruck dieser gemeinnützigen Organisation erarbeitet. Vielleicht sollten wir noch kurz der Frage nachgehen, was diese gemeinnützige Organisation denn eigentlich erreichen möchte? Der „Club of Rome“ ist jedenfalls spätestens im Jahr 1972 mit seinem Bericht über „Die Grenzen des Wachstums“ berühmt geworden. Damals sah man die Zukunft sehr pessimistisch und durchaus „menschenfeindlich“. Aber auch mit dem aktuellsten Bericht ist man eigentlich diesem Ausblick treu geblieben. Im Wesentlichen wiederholt man im neuen Bericht unter dem Titel „Ein Prozent ist genug. Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen.“ die zentralsten Inhalte des Berichts aus dem Jahr 1972. Eine kurze Zusammenfassung könnte wie folgt lauten: Auf der Erde gibt es zu viele Menschen. Dadurch seien die natürlichen Ressourcen überfordert und deshalb müsse es in sehr naher Zukunft mit Sicherheit zu Armut sowie vor allem zum Crash der Zivilisation kommen.

Die Thesen des „Club of Rome“ werden mittlerweile seit über 40 Jahren widerlegt. Längst hat sich doch herausgestellt, dass nicht fehlende Ressourcen das wirkliche Problem darstellen. Wie so oft gründet das Problem vielmehr in der Verteilungsproblematik. Es ist doch auch kein Geheimnis, dass wir bereits heute wesentlich mehr als 10 Milliarden Menschen ernähren könnten. Die Frage lautet jedoch, ob dies die sogenannten „elitären“ Netzwerke auch wollen? Schon öfter habe ich darauf hingewiesen, dass uns der Begriff „Klimawandel“ stets nachdenklich innehalten lassen sollte. Hier scheint nämlich für den „Club of Rome“ die Lösung in der Abschaffung der Menschheit zu liegen.

Meine Tochter ist ein gefährliches Tier???

So sollten jetzt Frauen in Industrieländern gar eine Prämie von rund 80.000 US-Dollar erhalten, wenn sie keine oder nur ein Kind bekommen. Ganz leicht können wir uns die Konsequenzen ausmalen: In einer Art „Auswahlverfahren“ würden damit nämlich Familien mit geringen Einkommen dazu gezwungen werden, weniger oder eben gar keine Kinder mehr zu bekommen. Kann man heute die Wahl Kinder zu bekommen wirklich mit Geld erklären? Sollten Kinder für Eltern nicht vielmehr mit den Faktoren „Glück“ sowie „Lebenszufriedenheit“ gleichgesetzt werden? Ein unglaublich verschobenes „Weltbild“, welches nur einen weiteren Teil der vorherrschenden Systemkrise beschreibt.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitiert den Co-Autor des Berichts, Herrn Jorgen Randers, wie folgt:

„Meine Tochter ist das gefährlichste Tier der Welt.“

Randers führt aus, dass seine Tochter eben 30mal mehr Ressourcen als Kinder in Entwicklungsländern verbrauche. Damit noch nicht genug: Genau deshalb müsse man die Geburtenzahlen in Industrieländern weiter senken. Und der Co-Autor weiter:

„Für diese Kinder wird Steuergeld ausgegeben, und sie kommen erst 25 Jahre später ins Erwerbsleben. Erst dann hat man jemanden, der Steuern zahlt. Diese Strategie ist falsch und dumm.“

Man kann nur mehr den Kopf schütteln. In dem Bericht finden sich aber natürlich noch weitere Ratschläge der „elitären Experten“. Einige Beispiele: Das Renteneintrittsalter sollte auf 70 Jahre angehoben werden. Es sollte eine CO2-Steuer eingeführt werden. Die Arbeitszeiten sollten verkürzt werden. Insgesamt wünsche man sich dadurch durchschnittlich eben weniger Lohn, dafür aber hundertprozentige Beschäftigung. Es stellt sich also in der Tat die Frage, ob es sich wirklich um „gemeinnützige“ Vorschläge handelt. Auf welcher Seite stünden bei Umsetzung derartiger Vorschläge denn die Gewinner? Wer würde davon profitieren? Wohl kaum die Lebewesen dieser Erde.

Keinesfalls sollten wir uns deshalb von so „romantischen“ Begriffen wie „gemeinnützige Organisation“ oder „Nachhaltigkeit“ blenden lassen. Auch wenn man uns in der Berichterstattung oft „Experten“ verkaufen will, handelt es sich meist um „gekaufte bzw. völlig verdrehte“ Lobbyisten, die längst in die „elitären Netzwerke“ verstrickt sind. Leider geht es dann nur sehr selten um das sogenannte „Gemeinwohl“ oder gar die Gestaltung einer „besseren Zukunft“. Wir sollten endlich lernen, immer bewusst „hinter die Kulissen“ zu blicken. Ansonsten werden diese „elitären Netzwerke“ ihre Ziele früher oder später auch erreichen. Nur zufriedene Sklaven sind gute Sklaven. Können wir in der Tat mit derartigen „menschen- und lebensfeindlichen“ Entwicklungen zufrieden sein? Wir wollen doch freie Menschen sein – oder?

Es ist jedenfalls interessant, dass wir im Laufe der Geschichte immer wieder auf die Stadt Rom stoßen. Auch das römische Imperium hat durchaus bis heute seine Spuren hinterlassen. Man sollte sich nur beispielsweise so manche Symbole der US-Administration ansehen. Auch der Papst samt Vatikan (oder der Heilige Stuhl) fühlt sich ja im Zentrum Roms sehr wohl. Mit anderen Worten: Alle Wege führen nach Rom. Aber: Auch im römischen Reich gab es schon verschiedene Versuche von Senatoren (Politik-Darstellern) ihre Sklaven zu kennzeichnen. Hauptsächlich aus Angst vor Sklavenaufständen hatten diese Versuche jedoch keinen Erfolg. Zu groß wäre doch die Gefahr gewesen, dass die Sklaven ihre wirkliche Macht (zahlenmäßige Überlegenheit) erkennen. Auch heute gilt immer noch: Wir sind die 99 Prozent… – …erkennen wir also endlich unsere „Macht“, wenn wir zusammenhalten. Nicht die sogenannten „Elite-Netzwerke“ oder Experten sind die Elite – WIR Menschen (99 Prozent) inklusive aller Lebewesen der Erde stellen die wirkliche Elite dar!


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: geralt / Lizenz: Public Domain CC0

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