Dritter Weltkrieg: Russland vs. USA?

Die Streitkräfte von Syrien verteidigen das eigene Territorium, um die eingedrungenen Terroristen der Organisation „Islamischer Staat“ (IS oder Daesh) zu bekämpfen. Dieses Selbstverteidigungsrecht ist auch im sogenannten „Völkerrecht“ verankert. In Artikel 51 der UN-Charta finden wir das „naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung“. Individuelle Selbstverteidigung ist hierbei das Recht jedes einzelnen Staates, sich gegen kriegerische Auseinandersetzungen zu wehren. Bei kollektiver Verteidigung erfolgt zur Selbstverteidigung zusätzlich die Hilfeleistung eines „unbedrohten Staats“. Die Berufung auf dieses Selbstverteidigungsrecht muss eine Handlung gegen eine konkrete, unmittelbar drohende Gefahr sein. Achtung: Ob eine Bedrohung, ein Bruch des Friedens oder eine Angriffshandlung vorliegt, wird nach Artikel 39 der UN-Charta durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen festgestellt.

An dieser Stelle sollten wir die Fakten im obigen Absatz vergessen und zur traurigen Realität wechseln: Der Staat Syrien darf sich eben anscheinend nicht gegen die Terror-Organisation „Islamischer Staat“ (IS oder Daesh) verteidigen. Aus der Sicht der US-Administration handelt es sich dabei nämlich um „ihre (selbstausgebildeten) Terroristen“. Dort sind es auch die „guten“ bzw. „gemäßigten Rebellen“, die man seitens US-Administration dazu benutzt, um die Regierung in Damaskus zu stürzen. Am Rande notiert: Finanziert werden diesen „gemäßigten“ IS-Terroristen hier auch von Katar und Saudi-Arabien. Die Menschen in Syrien müssen nebenbei erwähnt selbstverständlich auch fremde Truppen aus der Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, Norwegen, Großbritannien und USA akzeptieren.

Völkerrecht und UN-Charta?

Im internationalen Völkerrecht sowie in den sogenannten Regeln der UN-Charta wird doch ganz eindeutig geregelt, dass ein Eindringen von Truppen in ein Land oder gar das Abschießen von Flugzeugen durch ein fremdes Militär einen Kriegsakt darstellt. Darüber hinaus müsste dies von der „Weltgemeinschaft“ scharf verurteilt werden. Die logische Konsequenz müssten Sanktionen gegen den „Angreifer“ sein. Wo bleiben jedoch derartige Konsequenzen wenn es sich bei dem „Angreifer“ um die US-Administration handelt? Aber ganz von vorne:

Am vergangenen Sonntag (18.06.2017) kam es zum gezielten Abschuss eines syrischen Kampfjets (SU-22) durch ein US-Kampfflugzeug (F-18) der sogenannten „Internationalen Allianz“. Wichtig zu wissen: Der Abschuss ereignete sich zweifelsfrei im syrischen Luftraum. Das syrische Militärflugzeug führte dabei gerade einen Kampfeinsatz gegen die IS-Terroristen aus. Auf Wikipedia findet man die Information, dass die „Internationale Allianz“ gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ gebildet wurde, um die terroristisch agierende sunnitische Miliz zu bekämpfen. Der Koalition gehören demnach einige westliche aber auch arabische Staaten sowie die Türkei an. Wie denn jetzt?

Versuchen wir es mit einfachen Worten: Die syrische Luftwaffe bekämpft aktiv IS-Terroristen, welche in langen Fahrzeugkolonnen aus Rakka (im Norden von Syrien) flüchten, während US-Streitkräfte innerhalb der „Internationalen Allianz“ die Flucht der IS-Terroristen ermöglichen und diese auch noch beschützen. Dazu wird eben einfach einmal sogar ein syrisches Militärflugzeug abgeschossen.

Konfrontation mit Russland?

Die westlichen Mainstream-Medien blenden hier wieder einmal sämtliche Fakten aus und stellen erstaunt fest, dass es durch den Abschuss des syrischen Kampfjets durch US-Streitkräfte zu einer erneuten Konfrontation mit Russland kommt?! Russland setzte nämlich nach dem Abschuss mit sofortiger Wirkung die Kooperation mit den USA im Rahmen des sogenannten „Syrien-Memorandums“ aus. Obwohl es spezielle Kommunikations-Kanäle gäbe, um die „militärischen Operationen“ in Syrien abzustimmen, habe Washington nämlich nicht über seine Operation in Rakka informiert, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Darüber hinaus betonte das Verteidigungsministerium aus Russland auch, dass spätestens durch diesen Vorfall eine „scharfe Verletzung des internationalen Rechts“ gesetzt wurde. Demnach käme es nämlich immer wieder zu „Kampfhandlungen der US-Luftwaffe unter dem Deckmantel des Anti-Terror-Kampfes gegen die legitimen Streitkräfte eine UN-Mitgliedstaates“.

Mittlerweile kündigte man darüber hinaus sogar an, dass „alle Flugobjekte, welche westlich des Euphrat-Flusses entdeckt würden, von der russischen Flugabwehr und Luftwaffe verfolgt sowie als „Ziele“ betrachtet würden“. Alle Zeichen stehen nun also wieder auf Konfrontation! Eine brandgefährliche Situation. Bei Luftangriffen der sogenannten US-geführten „internationalen Koalition“ wurde unterdessen eine Wohnsiedlung im Südosten der syrischen Provinz Al-Hasaka angegriffen. Die Medien berichten über mindestens 12 getötete Zivilisten. Mittlerweile hat auch die politische Führung des Iran militärisch in den „Syrien-Konflikt“ eingegriffen. Die Situation in Syrien wird also täglich gefährlicher.

Immer mehr Brandbeschleuniger…

Aber das ist noch nicht alles: Seitens US-Administration zeigt man sich zunehmend bemüht, immer noch mehr „Brandbeschleuniger“ zu verwenden.  Die neuen Sanktionen der US-Administration gegen Russland (angeblich wegen der Ukraine-Krise) sorgen für weiteren heftigen Streit. Am 20.06.2017 wurden die „Strafmaßnahmen“ vom US-Finanzministerium bekanntgegeben. Sie richten sich gegen zusätzliche 38 Einzelpersonen und Organisationen. Selbstverständlich reagierte man darauf in Moskau mit scharfen Protest und kündigte auch geeignete Gegenmaßnahmen an. Welcher Programmierung die ausführenden Politik-Darsteller der US-Administration unterliegen, wird relativ rasch klar: So erklärte beispielsweise der US-Finanzminister (Steven Mnuchin), dass diese neuen Sanktionen den „Druck auf Russland aufrechterhalten“, um im Ukraine-Konflikt „auf eine diplomatische Lösung hinzuarbeiten“. Darüber hinaus werde es sicher keine Lockerung der Strafmaßnahmen geben, solange Moskau „seine Verpflichtungen aus dem Minsker-Abkommen nicht erfülle“.

Muss man eigentlich noch erwähnen, dass derartige „Aussagen“ in der Mainstream-Presse nicht hinterfragt werden? Ich denke nicht! Aber wie sieht es denn nun mit der Wahrheit aus? Welche Seite setzt im Ukraine-Konflikt denn in der Tat geeignete Schritte, um eine diplomatische Lösung zu erarbeiten? Welche Verpflichtungen aus dem sogenannten „Minsker-Abkommen“ wurden denn von der politischen Führung der Ukraine bisher erfüllt? Spannende Fragen – allerdings bisher keine Antworten. Unterdessen empfing der US-Präsident (Donald Trump) den Staatschef der Ukraine (Petro Poroschenko) zu einem Kurzbesuch im Weißen Haus in Washington. Mister Trump sprach im Anschluss daran von „sehr, sehr guten Diskussionen“ mit dem ukrainischen Gast.

Sieht das Abkommen von Minsk nicht unter anderem einen Waffenstillstand sowie den Abzug schwerer Waffen von der „Front“ vor? Hat die Ukraine diese Maßnahmen bereits umgesetzt? Nein. Wo finden wir eigentlich noch eine neutrale Berichterstattung zu diesen Themen? Hatte nicht ausgerechnet Mister Trump im Wahlkampf noch angekündigt, das Verhältnis zu Russland verbessern zu wollen? So ist das anscheinend mit der Demokratie. Im Wahlkampf kann man wunderbar Lügen verbreiten. Nach der Wahl sieht die Realität leider meist konträr aus. Soll heißen: Meistens wird genau das Gegenteil von den Wahlversprechen umgesetzt. Oder mit anderen Worten: Es handelt sich um „lupenreine Lügen“ der Politik-Darsteller!

Nun wird auch klar, warum sich die sogenannten „Journalisten“ der Mainstream-Medien in letzter Zeit stets auf die sogenannten „Ermittlungen“ zu den angeblichen „russischen Interventionen“ zugunsten Trumps im US-Wahlkampf bzw. zu den „illegalen Moskau-Kontakten“ von Trump-Mitarbeitern „geworfen“ haben. Dies ist lediglich ein weiteres Ablenkungsmanöver! Uns sollte endlich bewusst werden, dass wirklich immer ALLES nach Plan läuft. Da kann zwar durchaus einmal passieren, dass der zugrundeliegende Zeitplan etwas durcheinander gerät. Früher oder später ist man mit den langfristig ausgelegten Plänen jedoch wieder „auf Schiene“.

Weltkrieg und „Akt der Aggression“…

Ein Konflikt (womöglich sogar ein kriegerischer Konflikt!) zwischen den USA und Russland ist womöglich längst geplant. Wahrscheinlich befinden wir uns jetzt in der Phase der Umsetzung. Jedenfalls sieht es aktuell ganz danach aus. Selbst im Bundestag in Deutschland wird mittlerweile offen über einen Weltkrieg diskutiert. „Es bestehe die Gefahr eines Weltkriegs“, sagte Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht. Darüber hinaus müsse die deutsche Bundesregierung sofort handeln und die deutschen Soldaten aus der Konfliktregion rechtzeitig zurückziehen. Die Gefahr eines Krieges zwischen den USA und Russland sei sehr real. Wir erleben derzeit wohl eine dramatische Eskalation, wie es sie seit der Kuba-Krise nicht mehr gegeben hat. Seitens Russland wird unterdessen der Abschuss der syrischen Kampfmaschine immer noch als „Akt der Aggression“ beurteilt.

Aufmerksam sollten wir deshalb die Entwicklungen in diesem Gebiet weiterhin beobachten. Den verantwortlichen Politik-Darstellern sollten wir noch einmal lautstark sagen, dass wir „FÜR den FRIEDEN“ sind und KEINE Kriege mehr unterstützen werden…

Diesmal müssen wir sogar den sogenannten Regierungen die Frage stellen, welche Initiativen sie ergreifen werden, um die Gefahr eines Weltkrieges zwischen den Atommächten Russland und USA zu verhindern!


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: AlexAntropov86 / Lizenz: Public Domain CC0

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