Das Finanzsystem ist längst am Ende…

In diesen Tagen treffen sich wieder einmal führende Vertreter der Notenbanken mit Ökonomen und Topmanagern dieser Welt. Internationale Analysten richten ihre Blicke deshalb gespannt nach Jackson Hole, ein Tal im US-Bundesstaat Wyoming. Dort findet nämlich unter dem Motto „Die Förderung einer dynamischen Weltwirtschaft“ die alljährliche geldpolitische Konferenz der Federal Reserve Bank of Kansas statt.

Nun lässt das ausgerufene Motto ja durchaus die Hoffnung auf eine positive Entwicklung der globalen Finanzmärkte erwarten. In der Tat findet jedoch das Treffen eher vor dem Hintergrund einer völlig kaputten Weltwirtschaft statt. Trotz intensiver Manipulationsversuche des internationalen Finanzsektors in den vergangenen zehn Jahren will diese „Weltwirtschaft“ einfach nicht mehr richtig Fahrt aufnehmen. In Wirklichkeit haben die Manipulationen am Finanzsektor inzwischen ein Ausmaß angenommen, welches nicht mehr in Worte zu fassen ist. Jedenfalls kann man behaupten, dass vor allem die globalen Zentralbanken mittlerweile die Hauptakteure dieser Manipulationen sind.

Über unerwünschte Nebenwirkungen informiert…

In den vergangenen zehn Jahren wurde seitens der Zentralbanken hauptsächlich „Liquidität geschaffen“ sowie „für billiges Geld gesorgt“. Wenn man die Berichterstattung der letzten Jahre aufmerksam verfolgt hat, kann man feststellen, dass seit der sogenannten „Krise“ im Jahr 2007 von den Zentralbanken der virtuellen Welt weit mehr als 18 Billionen US-Dollar (!) in dieses völlig kaputte System gepumpt wurden. Laufend wurden seither darüber hinaus als „Begleitmaßnahme“ weltweit die Zinsen gesenkt.

Stets wurde auch damit argumentiert, dass dieses „billige Geld“ zur „Ankurbelung“ der Weltwirtschaft vergeben werde. In Wirklichkeit floss jedoch der größte Anteil wieder einmal direkt in das größte Casino dieser virtuellen Welt: Die Finanzmärkte bzw. Börsen. Seither wurden sämtliche sogenannte „Werte“, welche dort angeblich „gehandelt“ werden, in schwindelerregende Höhen getrieben. Gleichzeitig sind die globalen „Schulden“ massiv angestiegen. Dadurch entstand dann eben dieses völlig irrationale Ungleichgewicht zwischen Finanzsektor und Realwirtschaft.

Was hat man also aus der sogenannte „Krise“ von 2007 bzw. 2008 eigentlich gelernt? Die Antwort auf diese Frage ist sehr ernüchternd. Der internationale Finanzsektor ist heute noch viel weniger reguliert als damals. Gleichzeitig wurden durch die mittlerweile eingesetzten Summen auch die damit verbundenen Risiken in schwindelerregende Bereiche hochgeschraubt. Selbstverständlich bemüht man sich weiterhin, diese Fakten gekonnt vor den Menschen zu verbergen. Inzwischen sollte beinahe jeder erkannt haben, dass der sogenannte „Aktienkurs“ eines Konzerns überhaupt gar nichts mit dem sogenannten „Erfolg am Markt“ zu tun haben muss.

Position der Stärke???

In welchem Marktsystem befinden wir uns in den vergangenen Jahren denn überhaupt? Mittlerweile wurden beispielsweise marode Automobilhersteller, Banken-Konzerne und sogar Fluglinien mit Steuergeldern vor dem finanziellen Untergang bewahrt. Wie viele Leichen werden da eigentlich durch das Dorf getragen? Der Gestank dieser Leichen ist doch inzwischen schon unerträglich. Trotzdem: Man macht damit weiter! In Österreich bleiben mir für immer die Worte von Herrn Andreas Treichl (Generaldirektor der Erste Bank, CEO der Erste Group und Bilderberger) in Erinnerung. Demnach erfolgte damals die Nutzung der Staatshilfe bei der „Erste Group“ aus einer „Position der Stärke“ heraus. Es zeigte sich hier einmal mehr die unglaubliche Verantwortungslosigkeit im Umgang mit Steuergeldern.

Wo bleibt also der globale Aufschwung? Könnte es eventuell daran liegen, dass bisher kaum Geld in die Realwirtschaft geflossen ist? Könnte es darüber hinaus an stagnierenden Löhnen bzw. Gehältern liegen? Global gesehen könnte man eigentlich sogar von sinkenden Einkommen sprechen! Die Kaufkraft der Konsumenten nimmt faktisch weltweit ab. Damit haben wir wohl bereits den bekannten „Teufelskreis“ beschrieben. Gleichzeitig sind an den internationalen Aktienmärkten riesige „Blasen“ und unglaubliche „Schuldenberge“ entstanden. In der täglichen Berichterstattung der Mainstream-Medien spricht man auch gerne von „faulen Krediten“. Nur wer sind denn da eigentlich die „Schuldner“? Beinahe noch wichtiger: Wer sind die Begünstigten? Bitte an dieser Stelle eine kurze Pause einlegen und wirklich darüber nachdenken…

Zwei Optionen führen zum System-Crash…

Welche Optionen haben nun eigentlich die sogenannten „Zentralbanker“ dieser virtuellen Welt? Schon vor vielen Jahren habe ich vor dieser Situation gewarnt. Jetzt wird dieses Szenario jedoch immer wahrscheinlicher: Es gibt lediglich zwei Optionen. Das sogenannte „Gelddrucken“ müsste rasch eingestellt und das „Zinsniveau“ angehoben werden. Damit könnte man wahrscheinlich die entstandenen „Blasen“ auf den Märkten verkleinern. ABER: Um die Rückzahlung der „faulen Kredite“ zu ermöglichen, müssten hingegen die Zinsen jedenfalls noch weiter gesenkt werden. Darüber hinaus benötigt man dazu weiteres „Geld“. Die Geldmenge müsste also weiter massiv erhöht werden. Man kann es auch so formulieren: Es gibt lediglich zwei Optionen, die beide in den vorprogrammierten System-Crash führen!

Schon sehr oft haben wir an dieser Stelle über das gegenwärtige Finanzsystem nachgedacht. Stets sind wir dabei zu der Erkenntnis gelangt, dass dieses „Finanzsystem“ sich in einer schier ausweglosen Lage befindet. Heute kann man sich aus meiner Sicht nur mehr aussuchen, ob man weitere „Blasen“ platzen lässt oder ob man den massiven Schuldenberg zum Einsturz bringen möchte. Natürlich ist es schade, dass man in den vergangenen Jahren verabsäumt hat, eine wirkliche Lösung für diese „selbstgemachten Probleme“ zu finden. Wir dürfen an dieser Stelle die Fakten jedoch keinesfalls ausblenden!  Auf was wir uns also vorbereiten sollten:

Mit Sicherheit werden wir in den kommenden Jahren einen Zusammenbruch ganzer gesellschaftlicher Strukturen erleben. Es wird massenhaft zu Insolvenzen bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kommen. Dadurch wird die Arbeitslosigkeit zu einem Problem werden, das uns alle betrifft. Seitens Politik-Darsteller kann man darauf nur mehr mit drastischen Einschnitten bei den sogenannten Sozialleistungen des Staates reagieren. Sprich: Jeder wird davon betroffen sein. Kinder, Schüler, Studenten, Lehrlinge, Arbeiter, Angestellte, Unternehmen, Pensionisten usw.

Was können wir tun?

Die Folge dieser Entwicklung ist mehr als vorhersehbar: Es wird ohne Zweifel vermehrt zu gewalttätigen Ausschreitungen in der Bevölkerung kommen (politische Unruhen). Eventuell ist dies auch der Grund, warum beispielsweise der französische Innenminister (Gerard Collomb) mit einer öffentlichen Ausschreibung die Polizei in Frankreich mit Tränengas und „weiteren Anti-Aufstands-Waffen“ um rund 22 Millionen Euro aufrüsten will? Auch der ehemalige Investmentbanker bei Rothschild & Cie. in Paris, Bilderberger und heutige Präsident von Frankreich möchte ja bekanntlich „Europa neu gründen“. Welche Rolle Herr Emmanuel Macron in diesem „Spiel“ übernimmt, sollte doch spätestens jetzt durchschaut sein – oder?

Die Entwicklungen zeigen also alle in eine sehr beunruhigende Richtung. Der Kontinent Europa hat nichts mit dem Verein „Europäische Union“ zu tun. Jedoch hat vor allem dieser Kontinent in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte „Ruhe“ genossen. Diese „Ruhe“ könnte jetzt sehr rasch beendet werden. Was wäre jetzt (und schon lange!) eigentlich zu tun? Die Antwort darauf bleibt immer gleich: Die betroffenen Menschen müssten endlich erkennen, dass es nur eine Lösung gibt. Dazu müsste man den „korrupten Politik-Darstellern“ das Vertrauen entziehen. Tipp: Nicht seine Stimme bei den kommenden Wahlen hergeben! Darüber hinaus müssten die internationalen „Glücksspiel-Tempel“ (Finanzmärkte) massivst reguliert und kontrolliert werden, damit man den „Finanz-Eliten“ die „Macht über diese virtuelle Welt“ endlich entziehen kann. Wenn die Menschen zusammenhalten, eine „Einheit“ (Gemeinschaft) bilden und sich dabei gegenseitig unterstützen und helfen, dann kann diese Herausforderung jedenfalls gemeistert werden.


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: StockSnap / Lizenz: Public Domain CC0

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