Wie die Natur zum Game-Changer wird

Am vergangenen Wochenende war ich wieder einmal mit meiner kleinen Tochter, die mittlerweile bald drei Jahre alt wird, in der Natur unterwegs. Wir besuchten unter anderem einen Waldspielplatz in der Nähe. Dort lief sie direkt auf einen großen Baum zu und umarmte dessen dicken Stamm. Aus der Entfernung konnte ich erkennen, dass sie mit dem Baum redete und ihm sogar einen Kuss gab. Dabei ertappte ich mich bei dem Gedanken, ihr zu erklären, dass man mit Bäumen doch nicht reden könne. Allerdings war ich eben einige Schritte von ihr entfernt und so hatte ich doch einige Sekunden Zeit um nachzudenken. Als ich dann schließlich bei meiner kleinen Tochter ankam, war es geschehen: Ich sah ihre großen Augen, ihre Begeisterung, ihren Respekt vor diesem mächtigen Baum. In dem Moment sah sie nach oben und man konnte sofort erkennen, dass sie eine wirkliche Lebensfreude zusammen mit diesem Baum empfand.

Ich habe diesen Moment der Freiheit dann einfach für meine Tochter geschehen lassen. Ohne Worte, ohne Kommentar und ohne irgendwelche Taten meinerseits. Kurze Zeit später sagte sie dann noch: „Große Baum neuer Freund.“ Auch ich sah nun überwältigt an diesem Baum nach oben. Dann fragte meine Tochter: „Aber welchen Namen hat Baum?“ Nach einiger Zeit und vielen Vorschlägen unterschiedlichster Namen einigten wir uns gemeinsam auf Tim. Tim? Wie kamen wir nur auf diesen Namen? Wir kennen in unserem Freundes- oder Bekanntenkreis gar keinen Tim. Der Name war uns bisher noch nie irgendwo untergekommen. Nun gut: Der Baum heißt ab sofort also trotzdem Tim!

Die natürliche Ordnung

Seither geht mir diese Begebenheit nicht mehr aus dem Kopf. Meine kleine Tochter hat diesen Moment auch nicht vergessen. In den vergangenen Tagen redet sie immer wieder von Tim und fragt  mich sogar, wann wir Tim wieder einmal besuchen werden. Wann haben wir (sogenannten) „Erwachsenen“ eigentlich diesen Respekt vor und diese Freude mit der Natur verloren? Hat man uns vielleicht in einem unachtsamen Moment erklärt, dass man beispielsweise mit Bäumen nicht reden kann? Ich denke eher nicht! Es ist nämlich vielmehr durchaus gewünscht, dass wir uns immer mehr von der Natur entfernen. Dass wir unsere „Wurzeln“ verlieren. Die „virtuelle Welt“, die man dazu erschaffen hat, um uns zu „willigen Konsumsklaven“ zu machen, trennt uns immer mehr von der Natur. Mit allen Mitteln will man unseren Bezug zur Natur seit Jahrhunderten vernichten.

Bald fiel mir zu dieser Begebenheit mit meiner kleinen Tochter eines meiner Lieblingsbücher von J.R.R. Tolkien ein: Der Herr der Ringe. Schon hier finden wir „sprechende Bäume“. Angeblich hat J.R.R. Tolkien diese Geschichten ja vor allem für seine Kinder geschrieben? Jedenfalls erinnere ich mich spontan an eine Figur mit dem Namen „Baumbart“. Wenn ich mich richtig erinnere, ist er sehr alt, noch älter als der Zauberer Gandalf und sämtliche Elben. Er gilt wohl als das älteste Wesen Mittelerdes.

Der richtige Name?

Da fiel mir ein, dass es doch auch hier um den „richtigen Namen“ ging. Plötzlich konnte ich mich erinnern, dass Baumbarts richtiger Name sehr, sehr lang ist. Dies liegt daran, dass sein richtiger Name ständig wächst. Da Baumbart eben schon sehr alt ist, ist sein richtiger Name wie eine ganze Geschichte. Mittlerweile habe ich den betreffenden Abschnitt im Buch „Der Herr der Ringe“ noch einmal herausgesucht und gelesen. Bei Baumbart handelt es sich um einen sogenannten „Baum-Hirten“ (Ent), welche geschaffen wurden, um Pflanzen zu beschützen, insbesondere die Bäume.

In dem von mir gelesenen Abschnitt des Buches kommt es zu einer formellen Versammlung der Baum-Hirten. Diese Versammlung wird „Entthing“ genannt. Eine interessante Bezeichnung – oder? Zu dieser Zeit wurden jedenfalls die „Ents“ immer seltener und sie lebten nur noch vereinzelt in den alten Wäldern. Während des sogenannten „Ringkrieges“ rief Baumbart ein „Entthing“ ein, um über einen möglichen Kriegseintritt der „Ents“ zu diskutieren. Eine Besonderheit der „Entthings“ war seine Dauer. Die Sprache der „Ents“ war nämlich sehr umständlich und langsam. Darüber hinaus galten die „Ents“ als sehr besonnen und weiße. Deshalb konnte ein derartiges „Entthing“ schon einmal mehrere Tage oder sogar Wochen dauern.

Game-Changer: Mit der Natur in Kontakt

Wir sollten also in unserem Leben wieder viel mehr die Verbindung zur Natur suchen. Beobachten wir unsere Kinder aufmerksam, wenn sie mit der Natur in Kontakt treten. Übernehmen wir von ihnen diesen Respekt, diese Freude, diese Ehrfurcht, diese Begeisterung im Umgang mit der Natur. Dazu sollten wir zuvor jedoch unsere „Ablenkungsgeräte“ und „Schlau-Telefone“ dringend abschalten. Das Motto dazu könnte lauten: „Abschalten, rausgehen, beobachten, entdecken, kreativ sein und stark werden!“ Genau diese Kreativität und Stärke könnte nämlich für die vorherrschende Systemkrise zum Problem werden. Auf neudeutsch würde man es wohl als „Game-Changer“ bezeichnen.

Auch in der Berichterstattung der Mainstream-Medien finden wir in den letzten Tagen durchaus eigenartige Themen, welche jedenfalls das Zeug dazu hätten, sich im Laufe der Zeit zu einem „Game-Changer“ zu entwickeln. Mit Sicherheit kann man jedoch feststellen, dass die „Bühne“ der virtuellen Welt seit mehreren Monaten massiv umgebaut wird. In dieser Woche handelt es sich dabei vor allem um wirtschaftliche Themenblöcke. Ich möchte an dieser Stelle aber keinesfalls erneut die wirtschaftliche Entwicklung prognostizieren oder diskutieren. Vielmehr geht es mir hier um die energetischen Kräfte (Mächte), die hier im Hintergrund wirken.

Haben wir eigentlich in den vergangenen Jahren schon einmal etwas von einer Ratingagentur aus China gehört? Nein? Diese Zeiten sind jetzt wohl vorbei. Seit vergangenen Dienstag wird von der chinesischen Ratingagentur Dagong berichtet. Der Grund der Berichterstattung ist durchaus interessant. So wurde nämlich ausgerechnet die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) wegen der steigenden Staatsverschuldung herabgestuft. Die bisherige Bonitätsstufe von „A-„ wurde von Dagon auf „BBB+“ zurückgenommen. Darüber hinaus wurde angeblich auch der weitere Ausblick auf „negativ“ gesetzt. Mittelfristig sei demnach wohl eine weitere Herabstufung nicht ausgeschlossen. Interessantes Detail: Die Note ist um gleich sechs Stufen schlechter als die von China und liegt jetzt aktuell auf dem Niveau von Ländern wie Turkmenistan, Kolumbien oder Peru.

Dabei sorgten schon einige Tage zuvor diverse Berichte für Unruhen am Anleihenmarkt, welche nahelegten, dass die chinesische Regierung künftig weniger oder gar keine US-Staatsanleihen mehr kaufen möchte. Bisher ist China der größte Gläubiger der USA und kaufte regelmäßig in großem Stil dessen Staatsanleihen auf. China hält ja bekanntlich den größten „Devisenschatz“ der Welt. Man spricht aktuell von rund drei Billionen Dollar an Fremdwährungsreserven. Hier scheint es nun in der Tat zu einem „Systemwechsel“ zu kommen. Bisher konnten die USA sich weltweit in ihrer eigenen Währung „verschulden“. Das sogenannte „Petrodollar-System“ wird in nächster Zeit jedoch unter starken Druck geraten. Insbesondere China und Russland wollen nämlich ihren Handel vermehrt in den jeweiligen Landeswährungen abwickeln. Auch Pakistan kündigte jüngst an, dass man Waren mit China nur noch in Yuan handeln wird.

Bereits im Juni 2017 hatte ja sogar die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, dass sie Devisenreserven in der Höhe von 500 Millionen Euro in Yuan umgeschichtet hat, um der gewachsenen wirtschaftlichen Bedeutung Chinas Rechnung zu tragen. Zuvor hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) den Yuan in den sogenannten „Währungskorb“ aufgenommen. Über die Bedeutung der „Sonderziehungsrechte“ dieses „Währungskorbes“ habe ich in der Vergangenheit bereits berichtet.  Diese Woche hat dann auch ausgerechnet die Deutsche Bundesbank einen sehr symbolischen Schritt bekanntgegeben: Auch hier wird man die chinesische Währung als Fremdwährungsreserve etablieren!

this system is shutting down…

Es ist also in den letzten Monaten ein eindeutiger Trend erkennbar. Der Dollar sowie die Vereinigten Staaten von Amerika werden immer unbedeutender – gleichzeitig wird China immer wichtiger. Handelt es sich hier um einen weiteren Zufall, dass dies alles ausgerechnet in der Amtszeit von Herrn Donald Trump als US-Präsident geschieht? Wohl kaum. Es passt vielmehr punktgenau in das Gesamtbild der Entwicklungen bzw. langfristigen Planungen. Eventuell ist es auch kein Zufall, dass ausgerechnet Ende dieser Woche wieder einmal ein sogenannter „Government-Shutdown“ der US-Administration ansteht? Einmal mehr droht nämlich am 19. Jänner 2018 der landesweite Behördenstillstand. Dabei würden wohl hunderttausende Mitarbeiter von US-Behörden (ohne Bezahlung) wieder nach Hause geschickt. Viel wird auch immer von geschlossenen Nationalparks, Museen und anderen Kultureinrichtungen berichtet, welche geschlossen würden. Dabei gibt es doch vor allem noch andere öffentliche Einrichtungen, dessen Arbeit für das tägliche Leben schlicht unerlässlich ist. Selbstverständlich müssten auch Gerichte oder Finanzämter ihre Tätigkeiten einstellen.

Wie wir sehen könnte es also sehr gut sein, dass der Politik-Darsteller Trump nicht umsonst genau diese Rolle spielt. Für einige bereits lange geplanten „Schritte“ benötigt man eben genau die richtigen Schauspieler. Unterstützt von den internationalen Mainstream-Medien wurde in den letzten Jahren ja auch genau das passende „Big-Picture“ rund um diesen Herren „aufgebaut“.  Dazu passt recht gut, dass Herr Trump in dieser Woche erstmals den sogenannten „Fake-News-Award“ vergeben hat. Dabei hat CNN mit gleich vier „Auszeichnungen“ wohl den Vogel abgeschossen. Den zweiten Platz belegte die New York Times. Man findet aber auch die Washington Post oder das „renommierte“ Time-Magazine sowie Newsweek und ABCnews unter den „Award-Gewinnern“.  Ob dieser „Fake-News-Award“ wirkliche eine Veränderung in der Wahrnehmung der internationalen Presselandschaft zur Folge hat, kann sehr stark bezweifelt werden.

Fazit

Klar ist hingegen jedenfalls, dass sich in dieser Woche einige sehr interessante Dinge ereignet haben, die in eine „vorgegebene Richtung“ zeigen. Das bisherige US-Imperium wird schrittweise „abgebaut“. Es betreten „neue“ Schauspieler die Bretter der Bühne dieser völlig virtuellen Welt. Langsam wird erkennbar, dass dieser Schritt schon seit längerer Zeit geplant ist. Die Umsetzung erfolgt wie gewohnt in kleinen „Dosen“. Ein „Wechsel“ wird allerdings ohne Zweifel längst vollzogen. Derzeit bleibt immer noch die Frage, wohin dieser „Wechsel“ wohl führen soll? Unscharfe Konturen werden mittlerweile allerdings bereits sichtbar und man kann schon einmal ein „Gefühl“ für die richtige Antwort entwickeln.

Vielleicht möchtest Du Deine „richtige Antwort“ auf diese Frage mit uns teilen? Nutze dazu doch bitte einfach den untenstehenden Kommentarbereich oder schicke mir Deine Meinung per E-Mail. Abschließend wünsche ich dir natürlich eine spannende Zeit bei Deinen Recherchen. Bis zum nächsten Mal – und nicht vergessen: Manchmal denke ich bereits vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge…


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: StockSnap / Lizenz: Public Domain CC0

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