Warum der Mondhase ein Ei legt?

Es gibt ja bekanntlich unzählige Himmelskörper. Dabei hat jedoch ausgerechnet ein Himmelsobjekt schon immer eine extrem magische Anziehungskraft auf die Menschheit ausgeübt. Mit kaum einem anderen astronomischen Objekt in der Geschichte der Erde werden derartig viele mystische Geschichten in Verbindung gebracht. Fast könnte man meinen, dass von ihm schon immer eine ganz besondere Magie ausging. Darüber hinaus hat er anscheinend sogar einen direkten Einfluss auf das Gefühlsleben sämtlicher Lebewesen der Erde. Vielleicht errichteten genau aus diesem Grund auch unzählige Kulturen auf sämtlichen Kontinenten diese durchaus rätselhaften Steinkreise? Klar ist jedenfalls, dass seit jeher mit seiner Hilfe wichtige Ereignisse berechnet bzw. vorausgesagt werden, die für uns Menschen stets von enorm großer Bedeutung sind. Richtig: Es handelt sich um den Mond.

In wenigen Tagen beginnt die Karwoche und auch das jährliche Osterfest richtet sich nach dem Mond. Der Ostersonntag fällt in der sogenannten „Westkirche“ immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Im gregorianischen Kalender also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. Heuer finden wir den ersten Frühlingsvollmond am 31. März 2018 (Samstag) und am 1. April 2018 ist dann bereits Ostersonntag. Rund um das mutmaßliche „Osterfest“ gibt es allerdings noch weitere interessante Fragen, denen wir an dieser Stelle einmal im Detail nachgehen wollen.

Was ist Ostern?

Jeder hat sich wohl beispielsweise schon einmal gefragt, woher denn eigentlich dieser Osterhase kommt. Darüber hinaus: Warum bringt eigentlich ausgerechnet ein Hase diese bunten Eier? Also ich habe ja in der Natur noch nie einen Hasen gesehen, der Eier legt?!? Es gilt eindeutig festzuhalten, dass sich wohl die allermeisten „Oster-Symbole“, die wir heute kennen, direkt aus dem Heidentum entwickelten. Diesen Umstand kennen wir teilweise auch von Weihnachten. Komplett aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden zu sein, scheint jedoch die heidnisch/germanisch/keltische Verehrung der Göttin Ostara anlässlich der Tag- und Nachtgleiche zu Frühlingsbeginn. Fakt ist jedenfalls, dass sich das aktuelle Brauchtum zu Ostern kaum von den sogenannten „heidnischen“ Ritualen unterscheidet.

Vermutlich entspringt der Name Ostara bzw. Eostre dem lateinischen Wort „Aurora“ und bedeutet „Morgenröte“. Der Frühling ist ja bekanntlich das Sinnbild für das Neuerwachen der Erde und für die Wiederauferstehung der Natur nach einem langen Winter. Genau dafür steht eben auch die Göttin Ostara. Bei den Kelten wurde beispielsweise das Fest der Göttin Ostara stets zur Tag- und Nachtgleiche im Frühling gefeiert. Diese Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus steht auch für Leben, Licht, Wärme und Energie. Das Tier der Göttin Ostara ist der „heilige Mondhase“, welcher in Vollmondnächten auch im Sternbild zu sehen sein soll.  Ein heiliger Mondhase also?  Das ist noch nicht alles: Eine keltische Legende erzählt davon, dass die Göttin Ostara am sogenannten „Beginn der Zeit“ (!) ein Ei (!) zur Welt (!) brachte und daraufhin mehrere Jahrtausende (!) lang zwischen ihren Brüsten aufbewahrte. Irgendwann erkannte sie die ersten Sprünge in der Ei-Schale. Daraufhin legte sie das Ei behutsam in der Dunkelheit (!) ab. Aus diesem Ei schlüpfte schließlich die gesamte Erde samt allen Tieren, Pflanzen und Menschen. Dem nicht genug: Aus dem Eidotter entwickelte sich demnach auch die heutige Sonne.

Fassen wir hier doch einmal kurz zusammen: Wir hören von einem göttlichen Mondhasen und von einem Ei. Die Göttin nennt sich Ostara. Das sind viele Zufälle – oder? Heute bringt ein Hase die bunten Ostereier für die Kinder – an einem Tag den wir zufällig „Ostern“ nennen. Weitere interessante Erkenntnisse könnten sein: Es ist unter anderem die Rede vom „Beginn der Zeit“. Die richtigen Fragen dazu: Wer ist eigentlich der Herr der Zeit? Wofür stehen Eier? Was ist die Welt genau?

Bunt und lebensbejahend…

Weitere wichtige Bestandteile des keltischen Frühlingsfestes waren das Entzünden von Osterfeuern sowie die Feldweihe. Auch diese Rituale finden wir bis heute in unserem lokalen Brauchtum vor. Für die heidnischen Völker war übrigens die Sonne der Wohnsitz ihrer Götter im Himmel. Dem Mond ordneten sie hingegen das Böse und Dunkle zu. Zudem glaubten sie an bösartige Götter, welche im schwarzen Inneren (!) der Erde lebten. Wenn also im Frühling die Tage langsam wieder länger wurden und der Vollmond in dieser Zeit zum ersten Mal aufging, erkannten die Menschen den endgültigen Sieg des Lichts. Diese heidnischen Feierlichkeiten für die Göttin Ostara können jedenfalls als durchaus „bunter und lebensbejahender“ Abschied von den langen und dunklen Wintermonaten bezeichnet werden. Obwohl es also in der Tat kaum Unterschiede zwischen den Ritualen zu Ostara und dem heutigen Ostern gibt, finden wir in der römisch-katholischen Kirche wohl kaum „bunte und lebensbejahende“ Dinge vor. Im geschichtlichen Verlauf erstaunt es deshalb doch sehr, dass sich im Brauchtum der Menschheit trotzdem diese „bunten und lebensbejahenden“ Rituale erhalten konnten. Gekonnt übernahm man jedoch auch hier wieder einmal bestehendes Brauchtum, um seine eigenen Interessen durchzusetzen und die Menschen ein weiteres Mal zu täuschen.

Bei Ostern handelt es sich ja angeblich um das höchste „kirchliche Fest“ rund um die sogenannte Auferstehung von Jesus. Wieso hängt Jesus eigentlich das ganz Jahr über am Kreuz? Wieso wird der angebliche Sohn Gottes nie vom Kreuz genommen? Darüber hinaus finden wir in den Kirchen neben dem gekreuzigten Jesus beinahe immer den gesamten Kreuzweg in Form von Bildern, welche den gesamten Leidensweg detailgetreu skizzieren. Eigentlich kann man hier von einem blutigen Horrorkabinett sprechen. Meist werden zu dessen Besuch bereits kleine Kinder „gezwungen“. In streng katholischen Gegenden, wie in beispielsweise in meiner Heimat Tirol, hat man das Gefühl, dass man alle paar hundert Meter auf ein sogenanntes „Marterl“ am Straßenrand trifft. Mit anderen Worten: Ein Totenkult soweit das Auge reicht. Beim Kreuz handelt es sich aus meiner Sicht doch keinesfalls um das Symbol der „Erlösung“. Vielmehr ist es wohl ein Symbol des Todes. Hier triumphiert wohl die Dunkelheit über das Licht?

Eine glückliche Schuld?

Jedenfalls werfen die Taten der römisch-katholischen Kirche ihre Schatten bis in unsere Zeit. Man denke nur an die Kreuzzüge oder Inquisition. Alleine in den ersten 150 Jahren nach der Eroberung Amerikas durch die Spanier „im Namen Gottes“ starben 100 Millionen Menschen. Dabei handelt es sich ohne Zweifel um den „größten Völkermord aller Zeiten“. Nur wer ist denn dieser Gott eigentlich? Immer handelte es sich hier dabei doch um den „Vertreter Gottes auf Erden“.  Mit anderen Worten: Der Papst. So verwundert es auch kaum, dass selbst Papst Johannes Paul II. beim „größten Völkermord aller Zeiten“ von einer „glücklichen Schuld“ spricht (Spiegel special Nr. 3/2005, Seite 91), da doch auf diese Weise auch der katholische Glaube dort Fuß fasste.

Nebenbei sagt doch ausgerechnet dieser Jesus:

„Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“

(Matthäus 23, 9)

Trotzdem gilt ausgerechnet der Papst als der „Heilige Vater“ auf Erden. Dabei handelt es sich wohl augenscheinlich um eine Übernahme aus dem antiken Herrscher- und Götterkult. Beispielsweise stand an der Spitze der Hierarchie des sogenannten „Mithras-Kultes“ der „sanctus pater“ (= der Heilige Vater). Dort wurde er übrigens auch oft einfach „papa“ genannt, wie auch später der Papst italienisch oder spanisch „papa“ genannt wird. Weitere Zufälle gefällig? Nun, als Insignien seiner Macht trug der „Oberpriester“ im Mithras-Kult einen Ring sowie einen Stab. Dies gilt natürlich auch für den Papst. Römische Kaiser wurden nach ihrem Tod zu Göttern erhoben. Vergleichbar dazu werden die Päpste „selig“ oder „heilig“ gesprochen. Im Jahr 2014 wurde übrigens der bereits weiter oben erwähnte Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Man könnte also durchaus behaupten, dass „die Kirche exakt das ist, wogegen Jesus gepredigt hat“ (Friedrich Nietzsche).

Welche „Welt“ würde Jesus heute also in der Tat vorfinden? Am ehesten würde die Kirche doch behaupten, dass dieser Mann keinesfalls Jesus sein könne. Warum? Nun, er lehrt etwas ganz anderes als der Vatikan. Dabei würden ihn ja schon kleine Widersprüche zur kirchlichen Lehre zum sogenannten „Irrlehrer“ machen. Was wäre jedoch, wenn die Menschen ihm trotzdem „glauben“ würden? Ganz klar: Das Ende der kirchlichen Macht wäre endgültig gekommen! Das weiß selbstverständlich auch die römisch-katholische Kirche. Genau aus diesem Grund hat sie in Wahrheit ja auch Angst vor Jesus. Nicht nur die gesamte kirchliche Lehre vom sogenannten „gerechten Krieg“ steht im totalen Gegensatz zu der Lehre von Jesus. Die ganzen Dogmen, von denen Jesus niemals sprach. Die unsäglichen Sakramente, die Jesus niemals einsetzte. Weitere Gegensätze wären wohl die Machthierarchie im Vatikan, die mit purer Gewalt gefüllten Schatzkammern, die angesammelten Reliquien sowie das kanonische Recht.

Fazit

Wir sehen an einem weiteren Beispiel, dass die römisch-katholische Kirche ganz bewusst heidnische Rituale übernommen hat, um die Menschen zu täuschen. Ähnliche Vorgehensweisen haben wir in der Vergangenheit ja schon beispielsweise bei Weihnachten oder der Taufe analysiert. Noch einmal ganz kurz: Vor allem aus den okkulten Mysterien-Religionen stammen Utensilien wie Taufkleid, Taufkerze, Taufpaten oder Taufgelöbnis. Bei jeder Taufe wird auch heute noch der sogenannte „kleine Exorzismus“ durchgeführt. Dieser stammt jedoch aus voodoo-ähnlichen Kulten und hat mit der von Jesus gewünschten „Geisttaufe“ selbstverständlich überhaupt nichts zu tun. Kommen wir zurück zur Osterzeit: Ostern findet im Frühling statt. Es geht um die Auferstehung der Natur, neue Kräfte und neue Energien. Wir sollten deshalb vor allem die lebensbejahenden Aspekte dieser Zeit in den Vordergrund stellen. Gleichzeitig erkennen wir wieder einmal, wie seit Jahrhunderten die Dinge bewusst in ihr Gegenteil verkehrt werden. Aus Lebensfreude sollte Totenkult werden. Zum Großteil ist dieses Konzept auch leider aufgegangen. Allerdings erkennen jetzt immer mehr Menschen diese Gegensätze und vor allem die weiteren haarsträubenden sowie lebensverachteten Vorgänge rund um den Vatikan bzw. die römisch-katholische Kirche. Machen wir deshalb auch weiterhin gemeinsam unsere Augen auf. Schauen wir hin. Nur so werden wir schrittweise dieses „böse Spiel“ durchschauen und unseren Weg in die Freiheit beschreiten.

Vielleicht möchtest Du ja Deine Gedanken und Ideen zu diesem Thema mit uns teilen? Nutze dazu doch bitte einfach den unten stehenden Kommentarbereich oder schicke mir Deine Meinung per E-Mail. Abschließend wünsche ich dir natürlich eine spannende Zeit bei Deinen Recherchen. Bis zum nächsten Mal – und nicht vergessen: Manchmal denke ich bereits vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge…


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: Almi / Lizenz: Public Domain CC0

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