Tri-Tra-Tralala…

Der Vorhang geht auf. Bühne frei. Der Kasperl kommt und singt sein berühmtes Lied: Tri-Tra-Tralala, der Kasperle ist wieder da! Ab jetzt sollte man einmal die anwesenden Kinder aufmerksam beobachten. Sie lauschen, verfolgen gespannt den Verlauf der Geschichte und sind vollkommen darauf fokusiert. Ab diesem Moment fiebern die Kinder richtig mit. Sie lachen und freuen sich mit den Figuren. Beinahe immer entsteht dabei jedoch auch Furcht und Schrecken. Mit anderen Worten: Es geht um Gut und Böse. Am Ende ist stets der Kasperl der gute Held, der seinen Freunden hilft. Auf der anderen Seite gibt es selbstverständlich auch die Bösen. Egal ob Hexe, Zauberer, Teufel, Räuber oder Krokodil. Der Kasperle ist immer gut und wird die Bösen mit Sicherheit besiegen. Die Kinder sind dabei von den Geschehnissen auf der Bühne total fasziniert. Sie bemerken gar nicht, dass hinter der Bühne lediglich eine Frau sitzt, welche gleichzeitig in die Rolle der Guten und der Bösen schlüpft. Die Puppenspieler sind eben wahre Könner ihrer Kunst, und verstehen es die Kinder mit unterschiedlichen Stimmen anzusprechen.

Im Laufe unseres Lebens entwickelt sich dann aus dem Theaterstück, welches sich rund um den Helden Kasperle dreht, das Illusionstheater unserer völlig virtuellen Welt. Mit unzähligen Emotionen belegt und völlig in den Bann gezogen verfolgen die Menschen die täglichen Nachrichten-Sendungen. Auch hier geht es dann wieder stets um die Guten und die sogenannten Bösen. Ja sicher, die Rollen haben sich leicht verändert. So gibt es halt keine Prinzessin, Oma oder gute Fee mehr. Wir treffen im Nachrichtenstudio auch selten auf einen bösen Zauberer, Räuber oder gar ein Krokodil. Vielmehr werden diese Hauptdarsteller eben durch Politik-Darsteller ausgetauscht. Trotzdem ändert sich am Gesamtbild nur wenig: Die Menschen sitzen völlig fasziniert vor ihren TV-Geräten und verfolgen die Geschehnisse der Politbühne. Selbstverständlich verwendet man auch hier immer noch unsere Emotionen wie Angst, Furcht und Schrecken. So erkennen die meisten Menschen auch gar nicht, dass hinter der Bühne lediglich eine „Macht“ sitzt, welche gleichzeitig in die Rolle der Guten und der Bösen schlüpft. Tja, diese „Mächte“ sind eben wahre Könner ihrer Kunst…

Was ist wahr? Was ist falsch?

Wie perfide diese Kunst mittlerweile geworden ist, kann man durchaus aus den Entwicklungen der letzten Wochen und Tage ablesen. Auffällig ist jedenfalls, dass sich die tägliche Berichterstattung der Mainstream-Medien scheinbar nur mehr um Chemiewaffen dreht. So treffen wir auf dieses Thema im sogenannten „Skripal-Fall“, aber auch in Syrien, wenn die USA, Großbritannien und Frankreich dem dortigen „Machthaber“ (Baschar al-Assad) den Einsatz von Chemiewaffen vorwerfen. Die Rolle des guten Kasperle übernehmen bei den westlichen Journalisten dann die NATO-Verbündeten. Das böse Krokodil wird hier momentan von Russland „gespielt“. Auf der anderen Seite hingegen vergibt das jeweilige „Propaganda-Ministerium“ halt einfach eine spiegelverkehre Rollenverteilung. Aber: Was ist wahr? Was ist falsch? Für die Menschen ist längst nicht mehr zu erkennen, warum genau die Angriffe der NATO-Partner am 14. April 2018 auf Syrien stattgefunden haben. Ja, in den medialen sogenannten „offiziellen Begründungen“ liest man von Bestrafung, Vergeltung oder vom „Überschreiten einer roten Linie“. Irgendwie erscheinen derartige „Begründungen“ mittlerweile jedoch sehr fragwürdig. Es wird eben nie mit „offenen Karten“ gespielt. Fakt ist: Die Öffentlichkeit wird (und soll!) natürlich (gar) nicht informiert werden. Vielmehr geht es eben um Emotionen und Manipulation.

Dabei werden noch weitere Themen offensichtlich, die uns ansonsten doch so gerne als wichtig und unumgänglich erklärt werden. Wozu benötigen wir eigentlich die Vereinten Nationen? Die wichtigsten Aufgaben dieser Organisation wären gemäß ihrer Charta doch die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Welche Rolle spielen also die Vereinten Nationen wirklich? Für ihre sogenannten „Verdienste“ haben die Vereinten Nationen selbst sowie viele ihrer Unterorganisationen in der Vergangenheit den Friedensnobelpreis erhalten. Das soll uns jedoch keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass es sich dabei lediglich um ein weiteres „Ablenkungs- bzw. Manipulationsorgan“ handelt. Wenn die Mächte, die im Hintergrund an den Fäden dieser völlig virtuellen Weltbühne ziehen, es so wollen, dann schreiten auch die Vereinten Nationen nicht ein. Kurz gesagt: Man hält einfach die Füße still. Die selbsternannten „Retter dieser Welt“ halten zwar eventuell eine Sondersitzung nach der anderen ab, unternehmen letztendlich jedoch nichts. Mit anderen Worten: Auch die Vereinten Nationen spielen nur eine Rolle im Theaterstück. Ähnlich sieht das Herr Norman Paech (ehemaliger Bundestagsabgeordnete und Völkerrechtler). In einem Interview beim russischen Nachrichten-Portal Sputnik betonte er:

„Es gibt kein Mandat des UN-Sicherheitsrates. Die Staaten, die jetzt angegriffen haben, sind selbst nicht angegriffen worden. Sie haben nach der UNO-Charta und dem geltenden Völkerrecht überhaupt kein Recht, eine Vergeltungsmaßnahme dieser Art vorzunehmen.“

Jedenfalls hätte man die Untersuchung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) abwarten müssen. Am Rande notiert: Die OPCW hat ihren Sitz in Den Haag, es gehören 192 Staaten dieser Organisation an. Sie steht in „besonderen vertraglichen Beziehungen zu den Vereinten Nationen“ und hat im Jahr 2013 auch den Friedensnobelpreis erhalten. Die größten Geldgeber sind übrigens die USA mit 22 Prozent, gefolgt von Japan mit rund 19,5 Prozent und Deutschland mit 10 Prozent. Das Jahresbudget beträgt etwa 60 Millionen Euro. Bisher haben nur vier Staaten die Chemiewaffenkonvention nicht unterzeichnet: Ägypten, Nordkorea, Südsudan und… – …richtig: Israel

Ein Schelm wer Böses dabei denkt? Naja, zurück zu Syrien. Fakt ist jedenfalls, dass die Untersuchung der OPCW nicht abgewartet wurde. Wieder einmal ist die Beweislage vollkommen unklar. Hat es einen Giftgaseinsatz überhaupt gegeben? Falls ja, durch wen erfolgte der Giftgaseinsatz wirklich? Können unter diesen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen jetzt überhaupt noch „unabhängige“ Untersuchungen seitens OPCW durchgeführt werden? Fest steht allerdings, dass man auch hier keinesfalls mit militärischen Mitteln antworten hätte dürfen. Mit militärischen Mitteln erreicht man doch stets nur weitere Eskalations-Stufen. Das hätten die Politik-Darsteller in den vergangenen Jahrtausenden wohl schon oft lernen können – oder? Selbst wenn man sich an das so oft zitierte Völkerrecht halten würde, hätte man niemals mit einem militärischen Angriff reagieren dürfen. Das von allen Seiten gewünschte Ziel sollte doch „Frieden“ lauten. Solange wir jedoch wie hypnotisiert vor unseren TV-Geräten sitzen und die Hintergrundmächte ihr Theaterspiel weiterhin ungestört aufführen können, werden wir dieses gemeinsame Ziel wohl kaum erreichen.

Fazit

Bereits als Kind erzeugt man für uns eine rein dualitäre Welt, welche hauptsächlich in Gut und Böse aufgeteilt werden soll. Durchaus bewusst nutzt man diese dualitären Zustände, da es sie schon seit Anbeginn der menschlichen Existenz gibt. Die Menschen sind es gewohnt die Geschehnisse, Ereignisse und Gedanken in positive oder negative Zustände einzuteilen. Diese Dualität wird unter anderem dazu benutzt, um die Menschen stets in mehrere Lager aufzuteilen. Die Guten und die Bösen. Dabei ist doch das gesamte Leben letztlich lediglich das Ergebnis des eigenen Bewusstseins. Unser Denken bestimmt unsere Handlungen. Indem wir also Dinge mit unserer eigenen Vorstellungskraft in gut oder schlecht (positiv oder negativ) kategorisieren, entsteht erst diese Dualität aus unserem Bewusstsein heraus. Die Frage lautet also, wann wir diese dualitären Zustände beenden wollen? Wann nutzen wir unser Bewusstsein endlich zur Erschaffung einer positiven Realität? Wohl erst wenn wir Schmerz, Angst, Wut und Hass über Bord werfen, können wir irgendwann damit beginnen unsere (Vor-)Urteile abzulegen. Wir werden dann auf einmal die Dinge nicht mehr bewerten, nicht mehr in gut oder schlecht kategorisieren. Unsere direkte Umgebung entwickelt sich positiv und wir können gemeinsam unser wahres selbst entdecken. Fakt bleibt, dass zwei Gegensätze eben nur gemeinsam eine Gesamtheit bilden.

Deshalb sollten wir nicht weiterhin immer und überall das Trennende suchen, sondern uns endlich gemeinsam auf die Suche nach unseren Gemeinsamkeiten machen. Nur auf diese Art und Weise werden wir mit der Zeit unsere „Blockaden“ und Programmierungen (Manipulationen) ablegen können. Schieben wir deshalb gemeinsam dieses „Kasperl-Theater“ zur Seite, damit immer mehr Menschen erkennen können, wer da im Hintergrund die Fäden zieht. Noch wichtiger: Helfen wir den Menschen bewusst zu erkennen, dass es sich eben lediglich um ein Theaterstück handelt! So werden wir gemeinsam unseren Weg in die Freiheit finden.

Vielleicht möchtest Du ja Deine Gedanken und Ideen dazu mit uns teilen? Nutze dazu doch bitte einfach den unten stehenden Kommentarbereich oder schicke mir Deine Meinung per E-Mail. Abschließend wünsche ich Dir natürlich eine spannende Zeit bei Deinen Recherchen. Bis zum nächsten Mal – und nicht vergessen: Manchmal denke ich bereits vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge…

 


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: 4941 / Lizenz: Public Domain CC0

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