Ausblick 2019

In den vergangenen Wochen und Monaten stand ich beruflich aber auch privat vor sehr herausfordernden Situationen. Diese Themen sind zwar noch nicht wirklich alle erfolgreich abgeschlossen. Trotzdem kann ich schön langsam bereits ein Licht am Ende des Tunnels erkennen. Aus diesem Grund möchte ich mir heute auch unbedingt wieder Zeit für ein paar Zeilen nehmen. Keinesfalls habe ich unsere gemeinsamen Themen aus den Augen verloren. Vielmehr musste ich einige Dinge in meinem Leben mit neuen Prioritäten versehen. Deshalb entstand in letzter Zeit mit Sicherheit der Eindruck, dass hier ein gewisser Stillstand Einkehr gehalten habe. Dies ist allerdings nicht der Fall. Ganz im Gegenteil: Manchmal tut es sogar sehr gut, wenn man sich einmal etwas aus den tagesaktuellen Geschehnissen zurückzieht und einfach nur in den Beobachtungs-Modus wechselt. Plötzlich kann man sehr spannende Details erkennen, die im nächsten Schritt zu unerwarteten Analysen und daraus resultierend zu tiefsitzenden Erkenntnissen führen.

Meine tiefsitzenden Erkenntnisse möchte ich heute gerne mit Dir teilen, da sie aus meiner Sicht zu einer durchaus enormen Umstrukturierung im kommenden Jahr 2019 führen werden. An dieser Stelle möchte ich jedoch betonen, dass es keinesfalls ein negativer Ausblick sein soll. Auch wenn wir bei vielen Details gemeinsam die negativen Trends erkennen werden, sollten wir immer daran denken, dass wir die Zukunft durch unser Verhalten im hier und jetzt selbst gestalten.

Wir schreiben das Jahr 1788…

Werfen wir einmal einen Blick nach Frankreich. Dazu sollten wir am Rad der Zeit drehen. Auch vor genau 230 Jahren hatte wohl der Großteil der Bevölkerung sehr wenig Interesse an Aufklärungsdenken oder Politik, am damaligen Brotpreis jedoch umso mehr. So hatten im Jahr 1788 die Bauern, welche immerhin ein Fünftel der damaligen französischen Bevölkerung stellten, eine schlimme Missernte erlitten und in der Folge einen sehr harten Winter durchlebt. Im Gegensatz dazu waren die Speicher der weltlichen und geistlichen Grundherren in Frankreich zu dieser Zeit noch durchaus gut gefüllt. Natürlich kam es schon bald zu Protesten. Gefordert wurden vor allem gerechte Preise für täglich notwendige Lebensmittel. Die allgemeine Verteuerung der Grundnahrungsmittel traf die sogenannten „kleinen“ Leute in den zahlreichen Städten Frankreichs natürlich noch härter. Zur Jahresmitte 1789 war Brot schließlich teurer als zu jedem anderen Zeitpunkt des 18. Jahrhundert in Frankreich. Dies bedeutete beispielsweise für einen städtischen Handwerker, dass er gut die Hälfte seines Einkommens allein für die Brotversorgung ausgeben musste. Diese wirtschaftliche Not sowie der Verlust der Kaufkraft in der französischen Bevölkerung führte dazu, dass die Menschen die damalige politische Bühne betraten. Kommt uns das bekannt vor?

Genau 230 Jahre (10 x 23!) später finden wir plötzlich eine protestierende Bevölkerung in Frankreich wieder. In den Mainstream-Medien versucht man uns dazu in den vergangenen Wochen zu erklären, dass diese Menschen vor allem gegen zu hohe Treibstoffpreise demonstrieren. Man könne diese „Bewegung“ keiner Partei bzw. Gewerkschaft zuordnen und diese Menschen tragen gelbe Warnwesten (gilets jaunes). Aha. Da sagt noch jemand, dass sich Geschichte nicht wiederholt? Was mich zusätzlich kritisch macht, ist die Tatsache, dass es mittlerweile sogar zu Todesfällen rund um die Proteste dieser „Bewegung“ in Frankreich gekommen ist und die Journalisten nach wie vor auffällig „neutral“ berichten. Von Anfang an eine Auffälligkeit, die man eigentlich gar nicht übersehen kann – oder? Die weiteren Entwicklungen dieser jungen „Protestbewegung“ aus Frankreich – und vor allem was daraus in den Mainstream-Medien gemacht wird – sollten wir unbedingt weiterhin kritisch beobachten.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob diese Protestbewegung wirklich die „erwachte“ Gesellschaft repräsentiert? Natürlich kann man für die „Forderungen“ eine gewisse Sympathie entwickeln. Natürlich ist es toll, wenn Menschen sich zusammenfinden und für gemeinsame Ziele eintreten. Aber hat sich die Gesellschaft seit 1788 wirklich verändert? Wohl kaum! Immer scheint es um das Geld zu gehen. Dabei kann man die „Probleme“ drehen und wenden wie man möchte: Fakt bleibt, dass dabei die „Probleme“ bestenfalls verschoben werden. Billigere Preise führen an einer anderen Seite zu weniger Einnahmen. Höhere Preise führen zu Verlust von Kaufkraft. Höhere Gehälter führen zu mehr Arbeitslosigkeit. Wie gesagt: Die Probleme werden in unserer Gesellschaft immer nur verschoben! Wo bleiben die neuen Ideen und Konzepte? Warum fordert die Protestbewegung aus Frankreich keine neuen Konzepte?

Wo bleiben die neuen Ideen?

Beispielsweise eine Neugestaltung der Mobilität. Ein Konzept bei dem keine „Treibstoffe“ mehr notwendig sein werden? An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal wiederholen, dass ich auch beim Thema Elektro-Autos keine Verbesserung sehe. Aus mehreren Gründen – aber auch bei Elektro-Autos sind wir auf die Bereitstellung von Energie – sprich Strom – angewiesen. Wer stellt denn diesen Strom zur Verfügung? Wird diese Energie künftig kostenlos sein? Wohl kaum! Also lautet die Frage: Wer hat wirklich Interesse an der Protestbewegung in Frankreich? Oder anders gefragt: Wer zieht die Fäden im Hintergrund bzw. um welche Interessen geht es in Wirklichkeit? Kurz gesagt: Die Forderungen der Menschen haben sich in den vergangenen Jahrhunderten kaum verändert. Es geht immer um Geld. Eine Weiterentwicklung der Menschheit ist an der „neuen“ Protestbewegung der Gelbwesten in Frankreich kaum abzulesen.

Die vergangenen Monate haben allerdings eindeutig gezeigt, dass eifrig damit begonnen wurde die (gesellschafts-)politische Bühne umzubauen. Den politischen Eliten im Verein mit dem Namen „Europäische Union“, wie beispielsweise Frau Merkel, Frau May oder Herrn Macron bläst gehöriger Gegenwind ins Gesicht – und dieser Gegenwind ist momentan eiskalt! Wer hätte sich eine derartige Situation noch vor kurzer Zeit vorstellen können? Mittlerweile wurde eine lautstarke Debatte über die Nachfolge von Frau Merkel los getreten. In Großbritannien führt man immer noch politische Diskussionen zum Thema „Brexit“. Dabei gerät Frau May ins Wanken. Auch für sie gibt es also bereits jetzt keine politische Zukunft mehr. Und eben auch in Frankreich gerät der „politische Liebling“ der Nation(en) unter gehörigen Druck. Glauben wir an Zufälle? Richtig, Zufälle gibt es nicht! Wenn die politischen Granden der wichtigsten „Pfeiler“ (zumindest wurde uns dieser Umstand in den vergangenen Jahrzehnten von der Mainstream-Presse ja immer wieder so beschrieben!) innerhalb des Vereins mit dem Namen „Europäische Union“ gleichzeitig unter Druck geraten, dann kann man wohl getrost von einer „heiklen Mission“ sprechen. Mit anderen Worten: Wir stehen vor gewaltigen Umbrüchen – die Weltbühne wird gerade massiv umgebaut.

Die City of London wurde vergessen?

Versuchen wir an dieser Stelle allerdings auch noch einen gemeinsamen Blick nach Großbritannien zu werfen. Hier stellt sich doch längst die Frage, warum dieser „Brexit“ denn eigentlich so sehr in die Länge gezogen wird. Die sogenannten Verhandlungen des Vereins mit dem Namen „Europäische Union“ mit den Politik-Darstellern aus England verdienen ohne Weiteres die Bezeichnung „Dauerwurst“. Mehrere deutschsprachige Mainstream-Medien haben vor wenigen Tagen nun darüber berichtet, dass Premierministerin Theresa May offensichtlich nicht an die City of London gedacht hätte. Bitte an dieser Stelle mal kurz stehenbleiben und herzhaft lachen! Nehmen sich die Menschen in den Redaktionsstuben der Mainstream-Presse eigentlich überhaupt selbst noch ernst? Wie könnte ausgerechnet die Premierministerin von Großbritannien die City of London vergessen? Nun scheint wohl doch das „Unmögliche“ geschehen zu sein und man hat in der Tat auf die großen Clearinghäuser „vergessen“.

Konkret geht es um sogenannte „offene Derivatepositionen“ in Höhe von rund 45 Billionen (!) Pfund. Angeblich müssen die Clearinghäuser der City of London bis Jahresende 2018 (!) entscheiden, ob sie ihre Kunden in der EU auffordern, offene Derivatepositionen zu schließen. Bisher wurde der sogenannte „Brexit-Vertrag“ ja noch nicht ratifiziert. Immer noch „droht“ deshalb am 29.03.2019 der „ungeordnete“ Ausstieg Großbritanniens aus dem Verein mit dem Namen „Europäische Union“. Nebeneffekt: Über Nacht würden unter anderem sämtliche Derivateverträge ungültig. (Anmerkung: Dies meinen zumindest die Mainstream-Medien.) Der Berichterstattung kann darüber hinaus entnommen werden, dass die Clearinghäuser ihre Kunden drei Monate vorher benachrichtigen müssten. Diese Frist würde also zu Weihnachten 2018 (!) enden.

Aber was sind eigentlich Derivate? Nun, Derivate dienen ursprünglich dem Transfer von Risiken. Es handelt sich definitiv um ein Finanzinstrument und stellt einen gegenseitigen Vertrag dar, welcher seinen beizulegenden Zeitwert einer marktbezogenen Referenzgröße ableitet. Die Referenzgröße wird dabei als Basiswert bezeichnet. Derartige Basiswerte können beispielsweise Aktien, Anleihen, Zinsssätze, Indizes, Rohstoffe, Devisen oder Edelmetalle sein. Das klingt alles sehr kompliziert und verwirrend. Ich denke jedoch, dass man sich damit gar nicht so sehr im Detail beschäftigen muss. Wir sollten uns lediglich klar machen, dass in diesem Zusammenhang „etwas nicht ganz stimmen“ kann. Dabei treffen wir selbstverständlich wieder auf „alte Verdächtige“. Diesmal unter anderem auf die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Laut dieser BIZ belief sich noch im Sommer 2018 die Zahl ausstehender und verbuchter Derivate auf rund 540 Billionen (!) US-Dollar weltweit. Vergleicht man diese Summe mit den 45 Billionen (!) Pfund – dies entspricht übrigens rund 56,5 Billionen (!) US-Dollar – dann wird sehr schnell erkennbar, warum sich die Clearinghäuser in der City of London „Sorgen“ machen. Dabei sollten wir ja die Tatsache nicht aus dem Auge verlieren, dass es sich hier angeblich „nur“ um die EU-Kunden handelt. Die spannende Frage lautet also, wie hoch der Gesamtanteil der globalen Derivate in London sein mag? Welche Hebel werden hier also in Bewegung gesetzt? Wie sehen die konkreten Zusammenhängen im weltweiten Finanzsystem aus und welche Auswirkungen (Stichwort: Domino-Effekt) wären möglich? Fragen über Fragen.

Schon damals habe ich geschrieben, dass sich der „Brexit“ zu einem globalen Game-Changer entwickeln könnte. Dazu muss man allerdings keinesfalls ein „Experte“ sein. Derartige Dinge kann man durchaus fühlen – spüren das irgendetwas nicht stimmt! Aktuell soll uns nun also von den Mainstream-Medien „verkauft“ werden, dass die Premierministerin Theresa May die Geschichte mit den Derivaten aus der City of London einfach übersehen hat. Da stellt sich nun halt die Frage, auf welche anderen wirtschaftlichen Branchen bzw. Bereiche man sich seitens der Politik-Darsteller in London konzentriert hat. Gibt es denn in der Tat weitere wirklich entscheidende Exportgüter aus England – neben der Finanzbranche? Bitte um zweckdienliche Hinweise! Darüber hinaus sollte man sich die aktuelle Staatsverschuldung ansehen: Diese liegt bei fast 2 Billionen (!) Pfund. Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien… Welcher langfristige Plan wird da eigentlich verfolgt? Wer sind die Drahtzieher im Hintergrund?

Fazit

Das laufende Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Ich bin überzeugt davon, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten spannende und vor allem (für sehr viele Menschen!) unerwartete Ereignisse bzw. Umwälzungen erleben werden. Mit Sicherheit werden viele Veränderungen auf den ersten Blick „negative“ Auswirkungen haben. Heute sollten wir jedoch auch erkennen, dass uns nicht jedes Thema auch wirklich persönlich betrifft. Mit anderen Worten: Nicht von der Angst sollten wir uns leiten lassen, sondern von Mut und Liebe. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns hier gemeinsam mit der Systemkrise. Viele Menschen haben dazu sehr kreative und überzeugende Ideen und Konzepte entwickelt. Jetzt wird es endlich Zeit diese Ideen und Konzepte in die Tat umzusetzen. Dies wird nur GEMEINSAM möglich sein. Auch wenn die Gesellschaft stets auf die „Züchtung von Einzelkämpfern“ ausgelegt war, sollten wir endlich bemerken, wie schön es sein kann, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Unser gemeinsames Ziel für das Jahr 2018 lautete #freiSEIN. An Hand der bevorstehenden Entwicklungen bin ich der Meinung, dass wir dieses Ziel auch 2019 nicht aus den Augen verlieren dürfen. Aus diesem Grund wird unser gemeinsames Motto für das kommende Jahr auch wieder #freiSEIN lauten!

Weiterhin sollten dabei Lösungen im Vordergrund stehen, welche die Systemkrise beenden und unsere wirkliche Freiheit ermöglichen. Bitte verwende diese Motto auch im Jahr 2019 weiterhin gerne als Hashtag in den diversen sozialen Netzwerken. Arbeite aktiv mit – diskutiere mit – sei ein Teil davon! Weiterhin gilt natürlich: Wir müssen keinesfalls immer übereinstimmende Meinungen vorfinden. Nur aus wertvollen Diskussionen können neue gemeinsame Wege entstehen. Schreibe Beiträge. Sehr gerne veröffentliche ich weiterhin Gastbeiträge zu spannenden Themen. Mach ein Video oder auch Bilder zum Thema #freiSEIN. Unser gemeinsamer Erfolg hängt maßgeblich von den Informationen ab, die uns vorliegen. Wenn Du also interessante Informationen zu einem Thema hast, dann schicke mir doch einfach ein kurzes E-Mail. Gerne kannst Du dazu auch das Kontaktformular auf meiner Seite benutzen. Manchmal entstehen aus derartigen Informationen ganz neue Perspektiven oder sogar Projekte. Sei also bitte weiterhin aktiv und vor allem kreativ!

In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen eine schöne Weihnachtszeit, besinnliche und erholsame Feiertage sowie viel Gesundheit im Neuen Jahr. Ich freue mich bereits jetzt auf ein weiteres gemeinsames, spannendes und vor allem erfolgreiches Jahresprojekt 2019.


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: AlbanyColley / Lizenz: Public Domain CC0

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