Angst vor starken Familien?

Wenn Eltern entscheiden, welche Werte sie ihren Kindern gerne vermitteln würden, gerät das vorherrschende System anscheinend in Panik. Wie können sich Eltern nur erlauben zu bestimmen, was den eigenen Kindern erlaubt oder verboten wird? Mein heutiger Beitrag mag ja durchaus „durchgeknallt“ rüberkommen. Fakt ist jedoch, dass ich von diesem System eigentlich täglich in noch größeres Staunen und Unverständnis gedrängt werde. Aber halt – die meisten Menschen werden jetzt sagen: Das ist halt nun einmal die Aufgabe des Staates. Der Staat schützt unsere Rechte und dazu gehören auch die Kinderrechte! Aha. Ist das so? Oder wie jetzt?

Mädchen mit Zöpfen und Röcken?

Vor ungefähr einem Jahr diskutierte man öffentlich sehr emotional über „Mädchen mit Zöpfen und Röcken“. Die wohl durchaus (gewollte) verkürzte Darstellung eines Beispiels aus einer Broschüre mit dem Titel „Ehne, mehne, muh – und raus bist Du!“ von einer gewissen „Amadeu Antonio Stiftung“ unterstellte, die vorher genannten Eigenschaften (also Zöpfe und Röcke bei Mädchen) seien Zeichen für „rechtsnationale“ Erziehung im Elternhaus. Achtung: Hier finden wir nämlich sogleich das nächste System-Problem. Wahrscheinlich genügt es heute schon, dieses Thema auch nur anzudeuten, um in die „rechte System-Ecke“ gestellt zu werden. Es könnte gut möglich sein, dass ich deshalb jetzt also auch als rechts, rechtsnational oder gar rechtsextrem gelte. Vorsicht!

Im oben genannten Bericht dieser als „gemeinnützig anerkannten“ deutschen Stiftung führte man übrigens weiter aus, dass man Eltern überprüfen solle, welche ihre Kinder in „traditionellen Rollen“ erziehen. Man meint damit beispielsweise Jungs, die Sport treiben. Aber auch Mädchen, die mit Puppen spielen werden hier genannt. Wenn Du jetzt denkst: „Wo bin ich denn hier gelandet?“ – dann lese bitte unbedingt weiter…

Am 20. November 1989 hat die internationale Staatengemeinschaft (Vereinte Nationen/unicef) einen völkerrechtlichen Vertrag (UN-Kinderrechtskonvention) beschlossen, mit dem Kindern in aller Welt verstärkter Schutz gewährt wird und sich die Lebenssituation der Kinder insgesamt verbessern sollte. Seither steht das Wohl des Kindes an erster Stelle geschrieben:

„Das Kind soll zur vollen und harmonischen Entfaltung seiner Persönlichkeit in einer Familie und umgeben von Glück, Liebe und Verständnis aufwachsen.“

Wow, das klingt ja mal wirklich gut! Was sich zunächst so angenehm und freundlich anhört, kann jedoch auch sehr gefährliche Auswirkungen haben. So erhöhen Kinderrechte jedenfalls den Eingriff des Staates in Familien. Darüber hinaus kann damit das „Elternrecht“ leicht ausgehebelt werden. Mit anderen Worten: Der Staat erhöht seine Eingriffsmöglichkeiten. Es werden Vorschriften erlassen. Kinder und Eltern werden systematisch voneinander getrennt. Die Familie unterliegt einer ständigen Abwertung.

Ein Blick nach Norwegen…

Ein konkretes Beispiel für gesetzlich verankerte Kinderrechte finden wir aktuell in Norwegen. Gemeinsam mit der staatlichen „Kinderschutzbehörde“ bestimmt dort der Staat was zum „Wohl der Kinder“ ist. Laut aktuellen Studien befinden sich in Norwegen übrigens 7 Prozent aller Kinder unter 18 Jahren in der „Verwaltung“ dieser „Kinderschutzbehörde“. In Zahlen ausgedrückt sind das rund 70.000 Kinder.

Weitere „Regeln“ in diesem Zusammenhang aus Norwegen, die übrigens zum Kindesentzug führen können, möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen:

  • Stillenden Müttern werden Stillzeiten vorgeschrieben.
  • Wenn ein Kind kein eigenes Zimmer hat, dann wird gesetzlich von einer zu geringen Privatsphäre zu Hause ausgegangen.
  • Bei Kindern mit Karries beseht Verdacht auf Vernachlässigung. Kinder dürfen deshalb Süßigkeiten lediglich am Wochenende essen.
  • Klassische „Rollenmuster“ will man in Norwegen gesetzlich überwinden. Verdächtig sind demnach Eltern, die ihr Kind nach traditionellen „Rollenmustern“ erziehen.
  • Im Bett der Eltern zu schlafen ist verboten.

Dem noch nicht genug: Seit dem Jahr 2016 läuft in Norwegen ein Pilotprojekt unter dem Titel „Kindergehirnschutz“. Kinder, welche unter Angst und Stress aufwachsen würden demnach weniger Nervenzellen erneuern als solche, die geliebt und angstfrei leben. Der Kinderschutz hat somit also sogar eine neurologische Grundlage in Norwegen.

Darüber hinaus werden die Kinder in Norwegen bei einem anderen Programm in den Kindergärten laufend dazu angehalten sich sofort zu melden, wenn die Eltern keine guten Eltern mehr sind. Seit Einführung dieses Kindergarten-Programms steigen die Meldungen über Probleme mit den Eltern. Die zuständige „Kinderschutzbehörde“ sieht darin wiederum einen Beweis dafür, dass dieses Projekt „erfolgreich“ und „berechtigt“ sei.

Fazit

Kommen diese beispielhaften Entwicklungen eigentlich wirklich nur mir „EIGENARTIG“ vor? Das System versteckt sich laufend hinter einer „freundlichen“ Kulisse, umgesetzt werden dann jedoch meist durchaus „menschenverachtende“ Maßnahmen in Form von Verordnungen oder Gesetzen. Sehr schnell macht man sich heute „verdächtig“. Eine menschliche Freiheit ist kaum mehr erkennbar. Bitte wie, Ihr Kind darf am Montag ein Stück Schokolade essen? Das sollten wir melden! Aha, Ihr Kind hat also kein eigenes Zimmer oder gar zu wenig Spielsachen? Das sollten wir melden! Warum schläft Ihr Kind mit 2 Jahren in Ihrem Bett? Verdächtig. Das melden wir! Sie lassen Ihre Kinder nicht impfen? Sie müssen definitiv ins Gefängnis!

Die kommenden (hoffentlich) ruhigen letzten Tages des Jahres 2019 sollten wir deshalb wirklich bewusst nutzen, um (unter anderem) zu klären, warum sich dieses (diktatorische) System (unter anderem) so vor „starken“ Familien fürchtet. Jeder sollte für sich klären, ob er die kommenden Schritte (auch) in diesem Zusammenhang in der Tat „mitgehen“ möchte. Freiheit oder Diktatur? Für welchen Weg entscheidest Du Dich (mit Deiner Familie)?

In diesem Sinne wünsche ich Dir besinnliche Feiertage sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr 2020…


Bildnachweis: Beitragsbild via pixabay.com / Fotograf: geralt / Lizenz: Pixabay License
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