Wir halten zusammen!

Die Finanzkrise aus dem Jahre 2008 wurde gelöst? Man kann wohl eher behaupten, dass genau das Gegenteil der Fall ist! Kann man es denn demokratisch nennen, wenn nicht gewählte Personen aber durchaus auch nicht gewählte Institutionen in Europa mittlerweile das Kommando über komplette Staaten übernommen haben? Die Schlagworte lauten hierbei: Verschuldung und Versklavung!

Seit 2008 werden deshalb Rettungsschirme aufgespannt, die letztlich jedoch wohl nur vor dieser Rettung schützen sollen?! Der internationale Währungsfonds (IWF) betont seither immer wieder, dass ein übermäßiges Sparen das erklärte Ziel sei. Was hat es uns gebracht? Richtig: Massenarbeitslosigkeit, wie es sie in der Europäischen Union bisher wohl noch nie gegeben hat. Es ist dir Rede von der „Generation ohne Perspektiven“! Zur Erinnerung: In Spanien oder Griechenland reden wir hier von immerhin rund 48% jugendlichen Arbeitslosen!

Keine Perspektive ist alternativlos?

Warum ist das so? Es fehlen hier nämlich keineswegs die Qualifikationen! An was es fehlt sind vielmehr die Perspektiven! Schon lange wird nicht mehr in die Menschen und deren Bildung investiert! Die sogenannten Rettungsgelder erreichen lediglich die globlae Hochfinanz, während die Staatsverschuldungen und Arbeitslosenzahlen immer mehr anwachsen! Dabei werden gleichzeitig die Steuern massiv erhöht und die Einkommen kontinuierlich gesenkt! Aber was wird dadurch eigentlich erreicht? Im Wesentlichen beruht diese Politik auf Angst! Damit werden wir Menschen gefügig gemacht und letztlich zu Dingen gezwungen, die wir gar nicht wollen.

Wir wollen keine Banken retten – es hätte ohnehin niemals eine Bank gerettet werden dürfen. Wir brauchen keine Kürzungen bei Bildung oder im Gesundheitsbereich. Das Steueraufkommen der grossen Konzerne dieser Welt hat sich in den letzten Jahren gegen Null entwickelt. Das Kapital wird längst in den sogenannten Steueroasen hinterlegt. Da stimmt doch was nicht mehr? Sieht so eine gerechte und auf Solidarität ausgerichtete, demokratische Gesellschaft aus?

Wir können uns keinen weiteren Abbau von Sozialleistungen, keine Einsparungen bei Bildung und Gesundheit mehr leisten! Es kann doch nicht sein, dass die Kürzungen von Arbeitslosengeldern oder Pensionen alternativlos sind! Auf wie viel sollen denn die Menschen in Griechenland noch verzichten? Wie aussichtslos soll denn das Leben sowie die Zukunft der jungen Bevölkerung in Spanien oder auch Portugal und Griechenland noch werden?

Europäischer Solidaritäts-Tag

Es gibt aber durchaus auch positive Entwicklungen in letzter Zeit. Die Menschen entdecken wieder vermehrt den Zusammenhalt und die gegenseitige Solidarität. So gibt es genau heute, am 14. November 2012, einen Generalstreik in Italien, Spanien, Portugal, Zypern und Malta. Aufgerüttelt von der hemmungslosen Ausbeutungspolitik der letzten Jahre beteiligen sich immer mehr Menschen an derartigen Aktionen und Kundgebungen.

Es wird nämlich immer deutlicher, dass nicht die Bevölkerung in Griechenland diese Krise verursacht hat. Vielmehr wurde dieser „Finanz-Krieg“ von langer Hand geplant und beinhart umgesetzt. In einem ersten Schritt formiert sich deshalb genau jetzt in Südeuropa die Bevölkerung, um den Regierungen friedlich zu signalisieren, dass diese Politik bzw. dieses (Wirtschafts-/Gesellschafts-)System ausgetauscht werden muss.

Solange wir (das Volk!) also zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, werden sie uns in diesem „Finanz-Krieg“ nicht besiegen können! Wir (das Volk!) handeln aus Liebe und aus Respekt vor unseren Mitmenschen! Wir (das Volk!) wollen gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten. Wir (das Volk!) brauchen keine Wachstumsraten mehr! Wir (das Volk!) wollen ein nachhaltiges Wirtschaftssystem. Wir (das Volk!) verzichten auf das Zins- und Zinseszins-System, welches uns erst in diese Situation getrieben hat! Wir (das Volk!) zahlen nicht mehr für eure Krise!

Deshalb ist mein Herz bei den vielen Menschen, die für diese Freiheit derzeit auf den Straßen und öffentlichlen Plätzen in Europa demonstrieren. Bei den Menschen, die ihren Regierungen gegenübertreten und damit jetzt schon sehr viel politische Verantwortung übernehmen. Diese Menschen beweisen ihren Mut zur Veränderung! Ich möchte mich von ganzem Herzen bei allen diesen Menschen bedanken!