Masterplan BREXIT?

Wie schnell doch vergangene Ereignisse (absichtlich und mit Hilfe der Massenmedien) in Vergessenheit geraten: Können Sie sich etwa noch an den 12. Juni 2008 erinnern? Dabei handelt es sich wohl kaum um ein historisches Datum – oder? Denken Sie ruhig noch einmal und in Ruhe über die Frage nach. Was geschah denn nun am 12. Juni 2008? Ich möchte sogar noch einen Tipp nachreichen: Es geht um den sogenannten Vertrag von Lissabon. Aha. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wissen eben leider die meisten Menschen in Europa nicht einmal so genau, was in dieser Vertragsschrift vereinbart wurde. Nun, woher sollte man denn auch noch ausgerechnet wissen, was an diesem 12. Juni des Jahres 2008 geschah? Schauen wir also wieder einmal auf die wunderschöne Insel Irland.

Damals war Irland der einzige Mitgliedsstaat des Vereins mit dem Namen „Europäische Union“ (EU), in dem aus verfassungsrechtlichen Gründen auch eine Volksabstimmung über den Vertrag von Lissabon zwingend notwendig war. Achtung (Randbemerkung): Warum versucht man uns eigentlich hiermit auch gleich immer zu erklären, dass die Menschen in den restlichen Mitgliedsstaaten offenbar ihre verfassungsrechtlichen Rechte komplett aufgegeben haben und deshalb auch kein Referendum über diesen Vertrag notwendig gewesen wäre? Kommen wir zurück zum 12. Juni 2008. An diesem Tag lehnten also 53,4 Prozent der Wähler in Irland den sogenannten „Reformvertrag“ (Vertrag von Lissabon) ab. Achja, jetzt können Sie sich wieder erinnern?

Abstimmen bis das Ergebnis gefällt?

Wirklich? Können Sie sich in der Tat erinnern? Wissen Sie denn auch wie es dann weiterging? Nein? Immer diese Lücken im Gedächtnis.  Soll ich Ihnen auf die „Sprünge“ helfen? Na gut. Auf einer Tagung des Europäischen Rates am 11. und 12. September 2008 wurde vereinbart, dass Irland ein zweites Referendum abhalten soll. Ja, Sie haben schon richtig gelesen: Es kam dann ja auch zu diesem zweiten Referendum in Irland. Am 2. Oktober 2009 endete das Referendum dann plötzlich mit einer Zustimmung zum Vertrag von Lissabon mit 67,1 Prozent der Stimmen. Das passende Motto dazu: Wir lassen Euch wählen, bis uns das Ergebnis gefällt.

Jetzt könnte man mir vorwerfen, das sei ein durchaus „bösartiger“ Vorwurf. Immerhin handelt es sich ja um einen Einzelfall in der Geschichte. Dem möchte ich entgegenhalten, dass wir ein derartiges „Verhalten“ auch schon im Jahre 2001 vorfinden: Hier ging es um den sogenannten „Vertrag von Nizza“. Auch dieser Vertrag wurde von den Menschen zunächst in einem irischen Referendum abgelehnt. Jetzt raten Sie mal. Richtig: Es gab eine zweite Abstimmung im Jahre 2002. Hier wurde dann der Vertrag von Nizza plötzlich angenommen. Ich bin mir sicher, dass ich an dieser Stelle keine weiteren Beweise für das Motto: „Wir lassen Euch wählen, bis uns das Ergebnis gefällt.“ mehr vorbringen muss – oder? Sieht so also eine entwickelte, westliche Demokratie aus? Schon sehr oft habe ich diese Frage in der Vergangenheit gestellt. Eine Verbesserung der Situation konnte ich bisher leider jedoch nicht feststellen. Ganz im Gegenteil. Was wir allerdings beobachten können ist vielmehr der Aufbau einer zentralistischen und totalitären Macht-Elite in Form einer globalen Weltregierung.

Der Reihe nach…

Vielleicht sollten wir an dieser Stelle noch weitere „Dinge“ (Vorgänge) aufzählen, die mich im Zusammenhang mit dem „Brexit-Thema“ in den vergangenen Wochen und Tagen „aufmerksam“ gemacht haben.

Da wäre zuerst einmal die (von den Mainstream-Medien hochgespielte) „Investoren-Legende“ George Soros. Nur wenige Tage vor dem Referendum in Großbritannien warnt dieser „honorige“ Investment-Guru (der, wie mittlerweile mehrfach bewiesen wurde, bei gleich mehreren „Farbenrevolutionen“ (Beispiel: Ukraine) die politischen Fäden zog bzw. immer noch zieht!) vor einem „Schwarzen Freitag“ an den internationalen Börsen. So könnte ein Brexit wohl einen „Kurssturz“ auslösen. In einem Gastbeitrag für die Londoner Zeitung „The Guardian“ schreibt Herr Soros dazu weiter, dass eine „Abkehr von der Union einen massiven Sturz des britischen Pfunds auslösen“ würde. Gratulation Herr Soros. Sie haben ja da wieder einmal richtig ins „Schwarze“ getroffen. Nur, war diese Voraussage in der Tat so schwer?

Man muss wohl nicht unbedingt Soros heißen, um die finanziellen oder wirtschaftlichen Auswirkungen eines „Brexits“ voraussehen zu können – oder? Ich denke, dass so ziemlich jedem Menschen klar war, dass es im Falle eines „Brexits“ kaum zu „Jubelkonzerten“ auf den internationalen Handelsplätzen (Börsen) kommen wird. Es stellt sich hier also schon dringend die Frage, was mit dieser „inflationären“ Berichterstattung rund um Herrn Soros und seinem „Schwarzen Freitag“ nur wenige Tage vor dem Referendum seitens der Mainstream-Medien bezweckt wurde? War es lediglich der legitime Versuch, noch einmal mehr Menschen für den Verbleib von Großbritannien bei dem Verein mit dem Namen „Europäische Union“  zu gewinnen? Ich denke wohl eher nicht. Kann es denn sein, dass man damit nur weitere „Panik“ bei den Menschen erzeugen wollte? Ein weiterer Grund für diese Art der Berichterstattung fällt mir leider nicht ein. So oder so: Es spricht keinesfalls für die Qualität der Berichterstattung der Mainstream-Presse im Vorfeld der „Brexit-Abstimmung“.

Dann kommen wir zu einem weiteren „Lieblingsthema“ von mir: Die Prognosen. Am Freitag (24.06.2016) um ca. 01:00 Uhr geht die Schlagzeile durch die internationalen Medien, dass Großbritannien in der EU verbleibt. Die ersten Prognosen für das britische EU-Referendum ergeben demnach, dass Großbritannien nicht aus der EU austreten wird. Wir können also beruhigt ins Bett gehen und eine „Mütze voll Schlaf“ nehmen? Aha. Um 07.08 Uhr verkündet man dann medial genau das Gegenteil: Die Prognosen für das britische EU-Referendum ergeben, dass Großbritannien aus der EU austreten wird. Interessant – oder? Natürlich findet man dazu sicherlich wieder eine passende Erklärung – oder? Fakt bleibt jedoch auch hier: Eine Wahrheit muss nicht erklärt werden. Nur Lügen müssen ständig angepasst und neu argumentiert bzw. erklärt werden.

Kurz nach Mitternacht gesteht also der erklärte „EU-Gegner“ (Nigel Farage) noch eine Niederlage ein, damit er nur sechs Stunden (!) später den Rücktritt von Premierminister Cameron fordern kann? Irgendwie schon eigenartig oder? Es geht aber noch weiter: Ungefähr 10 Minuten später erfahren wir von BBC-News, dass Großbritannien aus der EU austritt. In der Nacht seien die Prognosen gekippt, der Vorsprung der „EU-Gegner“ sei mittlerweile „uneinholbar“. Hier findet die BBC also ungewohnt klare Begrifflichkeiten. Sofort ist davon die Rede, dass Großbritannien aus der EU austritt. Man hält sich hier gar nicht mehr lange mit der Interpretation des Abstimmungs-Ergebnisses auf. Vielmehr berichtet man völlig untypisch sofort über die „harten Fakten“ bzw. Folgen. Die Folgen (also der EU-Austritt) werden gar nicht mehr hinterfragt – plötzlich findet also keine „Gegenwehr“ mehr statt? Durchaus eigenartig – jedenfalls jedoch sehr „auffällig“.

In dieser „Auffälligkeit“ geht es dann auch noch weiter. Zuerst erfahren wir um ca. 10 Uhr, dass der Premierminister von Großbritannien (David Cameron) seinen Rücktritt erklärt. Spannend dabei: Man will laut Mainstream-Medien bis „Oktober 2016“ einen Nachfolger finden? Aber es seien auch Neuwahlen denkbar? Letztendlich wird seitens Mainstream-Presse ab nun also doch versucht, eine „chaotische Lage“ innerhalb Großbritanniens zu „beschreiben“. Nur wenige Minuten später erfolgt die erste „politische“ Reaktion außerhalb von Großbritannien. Und Achtung – noch eine Überraschung: Die erste Reaktion kommt nicht von den EU-Granden!

Ja, nicht die Europäische Union reagiert zuerst. Nein, Frau Merkel ruft die „Partei-Chefs“ zu einer Krisen-Sitzung in den Bundestag. Erst anschließend erfahren wir von den Mainstream-Medien, dass die EU „geschockt“ sei und eine Krisen-Sitzung einberufen wird. Man erfährt dabei, dass diese „Krisen-Sitzung“ wahrscheinlich erst am kommenden Dienstag (28.06.2016) stattfinden wird. Die weiteren Stunden an diesem „Schwarzen Freitag“ dominieren dann nur mehr die Themen „Chaos, Panik, Angst und Crash“ in der internationalen Mainstream-Presse. Zwischendurch darf man auch immer wieder davon lesen, dass wohl nun mehrere Mitgliedsstaaten ähnliche „Volksbefragungen“ zum Verbleib im Verein mit dem Namen Europäische Union durchführen werden. In Summe aber eben nichts „Ergiebiges“ in der Berichterstattung würde ich mal sagen.

Am späten Nachmittag gegen 18:00 Uhr finde ich dann doch noch eine sehr spannende Überschrift: „Merkel ruft Europas Staatschefs zu Krisen-Gipfel nach Berlin“. Aha. Ob dem Redakteur klar ist, dass die Europäische Union keinesfalls deckungsgleich mit dem Kontinent Europa ist? Aber egal. Auch diesen Fakt habe ich schon viel zu oft erwähnt. Welche Funktion übernimmt da Frau Merkel eigentlich? Kennen wir in der Tat sämtliche politische Funktionen von Frau Merkel? Warum denn bitte Frau Merkel? Warum denn in Berlin? Was geht hier ab? Bei dem Krisen-Gipfel am Montag (27.06.2016) soll es angeblich um die „Zukunft der EU“ gehen?! Noch einmal die Fragen: In welcher konkreten politischen (und demokratisch legitimierten) Funktion für den Verein Europäische Union handelt hier Frau Merkel? Wer hat ihr denn konkret die Legitimation für dieses Handeln erteilt? Warum findet dieses „Krisen-Treffen“ ausgerechnet in Berlin statt? Warum findet es einen Tag vor dem eigentlichen „Krisen-Treffen“ der Europäischen Union statt? In Summe eine sehr eigenartige Vorgehensweise – finden Sie nicht auch?

Relativ prompt wird zumindest eine meiner Fragen dann sogar von der Mainstream-Presse beantwortet. Am Samstag um ca. 02:00 Uhr finde ich einen Beitrag mit der Überschrift: „Obama: Angela Merkel ist die neue Ansprechpartnerin der USA“. Aha. Jetzt ist es wohl raus. Es geht gar nicht um den Verein mit dem Namen Europäische Union? Geht es eventuell vielmehr um die US-Administration? Zwischen den Zeilen gibt man jetzt zumindest zu, dass bisher wohl Großbritannien der „Partner der Wahl“ bei der „Unterwanderung von Europa“ war (Langzeitplan: Aufbau einer globalen Weltregierung unter „Schirmherrschaft“ der US-Administration?). Nun muss man wohl auch seitens US-Administration diese Strategie „geringfügig“ anpassen? Wie? Ganz einfach: Neuer Partner Deutschland?

Selbstverständlich könnte man an dieser Stelle sicherlich noch weitere „Auffälligkeiten“ in der Berichterstattung rund um das Thema „BREXIT“ anführen. Mittels der bisher aufgeführten Beispiele soll man allerdings lediglich einmal realisieren, wie mit der Demokratie und den Verfassungsgesetzen (falls vorhanden!) der Mitgliedsstaaten innerhalb der „EU-Institutionen“ umgegangen wird. Darüber hinaus sollte die Rolle der Mainstream-Medien endlich (!) von der „breiten Masse“ aktiv hinterfragt werden. Zumindest die Möglichkeit eines „langfristigen Masterplans“ oder die „geopolitische Vernetzung“ bzw. Umsetzung von geopolitischen Interessen sollte endlich in Betracht gezogen werden.

Die weiteren Varianten

Neben weiteren Möglichkeiten gibt es aus meiner Sicht also zwei Varianten der weiteren Entwicklungen. In der Variante 1 (Arbeitstitel: „Spiel auf Zeit“ oder auch „Salami-Taktik) werden wohl die Politik-Darsteller gemeinsam mit den gleichgeschalteten Mainstream-Medien wochen- und monatelang detailreichst darlegen, dass ein „Austritt“ von Großbritannien aus dem Verein mit dem Namen Europäische Union gar nicht möglich sei. Zu groß wären wohl die wirtschaftlichen Schäden, die „Zusammenhänge“ in einem völlig globalisierten Wirtschaftssystem und die zu erwarteten „Dominoeffekte“. Nachdem man diese völlige „Unmöglichkeit“ erst einmal „in die Köpfe“ der Menschen „geschrieben“ hat, kann man mit den weiteren Schritten gemütlich fortsetzen: Endlich kann sehr genau dargestellt werden, wie wichtig der Verein mit dem Namen Europäische Union doch sei – und – dass es eben keine gute Idee ist, wenn sich die Menschen (also das Volk) gegen diesen Verein aussprechen möchten. Das Motto dazu könnte eben lauten: Je größer die „Vereinigung“ umso stärker die Wirtschaftsmacht und Leistung. Dann könnte man dazu übergehen weitere globalisierende Schritte (Beispiel: TTIP) ohne „Gegenwehr“ der Bevölkerung umzusetzen. Letztendlich soll also damit die bereits öfter erwähnte „zentrale Weltregierung“ legitimiert werden. Ob es bei dieser Variante zu einem zweiten Referendum kommen würde kann man nicht sagen. Notwendig wäre jedoch mit Sicherheit keine weitere „Befragung“ des (spätestens) dann völlig am Boden zerstörten Volkes in Großbritannien.

In der Variante 2 (Arbeitstitel „Gemeinsam schwach“) käme es wohl in der Tat zu einem Austritt von Großbritannien aus dem Verein mit dem Namen Europäische Union. Hier möchte man dann wohl einen größtmöglichen „wirtschaftlichen Schaden“ innerhalb der restlichen Mitgliedsstaaten erreichen. Dies hätte den Vorteil, dass sich die EU-Wirtschaftsdaten endlich dem völlig maroden US-System angleichen würden. Achtung: Letztendlich würde man auch bei Variante 2 mittelfristig einen Zusammenschluss beider Wirtschaftsräume oder mit anderen Worten eine „zentrale Weltregierung“ fordern. Ein weiterer Vorteil bei Variante 2 wäre natürlich, dass man aus Sicht der US-Administration sogar rechtzeitig den „Hauptverbündeten“ Großbritannien aus dem „Wirtschafts-Krisenherd“ EU „ausgliedern“ konnte. Bitte noch einmal Achtung: Der genannte „wirtschaftliche Schaden“ würde durch einen Austritt von Großbritannien selbstverständlich real niemals entstehen. Es genügt ja auch, dass die Mainstream-Presse einfach diesen „Schaden“ beschreibt. Wer fragt schon nach Beweisen? Die völlig „esoterischen Zahlenspiele“ kennen wir ja spätestens seit der sogenannten „Griechenland-Krise“.

Krieg: Hoffentlich keine Variante!?

Über weitere Varianten möchte ich an dieser Stelle gar nicht nachdenken, da alle weiteren Möglichkeiten immer zumindest in „kriegsähnliche“ Zustände führen würden. Aufstände, Revolutionen, Bürgerkrieg, kriegerische Auseinandersetzungen zwischen militärischen Bündnissen von West und Ost usw. Man kann also nur hoffen, dass der langfristige Plan hinter der „BREXIT-Abstimmung“ nicht zu diesem Zweck von den globalen Elite-Netzwerken „ausgedacht“ wurde. Man kann jedoch ganz stark davon ausgehen, dass es in Richtung einer globalen Weltregierung gehen wird. Es stellt sich aus meiner Sicht eben nur die Frage, wie viele „Einzel-Schritte“ dazu erst noch umgesetzt werden müssen. Fakt bleibt: Eine zentrale Weltregierung muss definitiv immer zu einer faschistischen Diktatur führen. Wir sollten deshalb endlich sehr Wachsam sein. Irgendwann könnten wir der Frage späterer versklavter Generationen ausgesetzt sein: „Wie konnte ihr damals eigentlich einfach nur untätig zusehen?“


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